Damit hatte Nicolas Anelka wohl nicht gerechnet. Im Januar schloss sich der Franzose Shanghai Shenhua an, wohl weniger aus sportlichen, denn aus finanziellen Gründen. Der Stürmer sollte seinem Verein einen Hauch Hochglanz verleihen und den chinesischen Fußball in der Welt bekannt machen.

Der Plan ging zweifelsohne auf und nach den jüngsten Entwicklungen dürfte Shanghai zukünftig noch mehr Aufmerksamkeit zuteil werden. Denn der Klub hat sich nach nur zwei Siegen in den ersten fünf Ligaspielen von weiten Teilen seines Trainerstabs getrennt. Gleichzeitig rückt Anelka auf. Der 33-Jährige ist zukünftig zweiter Trainer neben Jean Tigana, der ebenfalls erst im Januar seine Arbeit bei den Chinesen aufnahm.

Vier neue Trainer aus Großbritannien und Frankreich sollen das Team in den kommenden Tagen verstärken. Der Klub erhofft sich dadurch bessere Arbeit im täglichen Training und folglich bessere Ergebnisse in der Liga. Ob Tigana diese als Cheftrainer erleben wird, ist fraglich. Gut möglich, dass der Franzose nach nur drei Monaten die Brocken hinwirft.