Für mich war es ein perfekter Abend. Erstes Spiel, erster Sieg, erstes Tor.“ Michael Gregoritsch kam aus dem Strahlen nicht mehr heraus. Der österreichische Winterneuzugang hatte Schalke 04 gerade zum Rückrundenauftakt gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach (2:0) drei Punkte beschert – und scheint schon jetzt voll angekommen im Ruhrpott.

Und das, obwohl die Hinrunde beim FC Augsburg für Gregoritsch katastrophal verlief. Nach kritischen Aussagen in Richtung der Vereinsführung war der großgewachsene Offensivmann (1,93 Meter), der schon im Sommer wechseln wollte, unten durch. Nur sechs Bundesliga-Einsätze standen zu Buche, als im Dezember die Leihe (ohne Kaufoption) nach Gelsenkirchen über die Bühne ging.

Dass das vermaledeite Halbjahr Gregoritsch auch bei seinem Schalke-Debüt noch beschäftigte, leugnete er im Anschluss nicht. „Was mir nach meiner ersten Chance, die ich vergeben habe, durch den Kopf geschossen ist, sage ich lieber nicht. Den hätte ich tatsächlich machen können“, erinnerte sich der 25-Jährige an seine Top-Möglichkeit in der sechsten Minute.

Tor folgt auf Vorlage

In der Folge machte es Gregoritsch immer besser. Beinahe jede Schalker Offensiv-Aktion lief über den neuen Zehner. In der 28. Minute spielte der Linksfuß, der im Angriff alle Freiheiten genoss, einen Sahne-Steilpass in den Lauf von Benito Raman, der Belgier scheiterte aber wie zuvor Gregoritsch am starken Yann Sommer im Gladbacher Kasten. Anders als Raman nutzte dann kurz nach der Pause Suat Serdar einen öffnenden Pass von Gregoritsch und brachte S04 verdient in Führung (48.).

Zehn Minuten später krönte Gregoritsch schließlich seinen Auftritt, als er einen Querpass von Raman überlegt zum 2:0 über die Linie drückte. „Es war auch mein Plan, nach der Pause vor der Nordkurve zu knipsen“, lachte der Mann der Abends anschließend. „Es war schon ein geiles Gefühl, dort zu treffen.“ Geht es nach den Schalker Fans, war das Traum-Debüt erst der Anfang. „Einen besseren Einstand kann es nicht geben“, urteilte Schalke-Trainer David.