Im vergangenen Sommer hätte sich Borussia Dortmund nicht gegen einen Verkauf von Pierre-Emerick Aubameyang gesperrt. Zunächst Paris St. Germain und später der AC Mailand sowie Tianjin Quanjian buhlten um den Gabuner, wollten schlussendlich jedoch nicht die geforderten 70 Millionen Euro auf den Tisch legen.

Zu Beginn der Saison beschwerte sich bei den Schwarz-Gelben niemand über den gescheiterten Millionentransfer. Zumal die Kassen nach dem Verkauf von Ousmane Dembélé prall gefüllt waren. Bis Mitte Oktober traf Aubameyang 15 Mal und präsentierte sich in herausragender Frühform. Die erste Bundesliganiederlage gegen RB Leipzig (2:3) am 14. Oktober – bei der Auba immerhin beide Treffer beisteuerte – bedeutet aber auch für den Goalgetter eine Zäsur. Erst am gestrigen Dienstag konnte der 28-Jährige den nächsten Torerfolg bejubeln.

Gibt es einen Markt für Auba?

Die ‚Sport Bild‘ stellt nun die Frage, was der Superstar überhaupt noch wert ist und ob der BVB im kommenden Jahr auf Aubameyang sitzen bleiben wird. Klar ist: Der 49-fache Nationalspieler möchte nach fünf Jahren schwarz-gelb den nächsten Schritt wagen. Und spätestens nach den neuerlichen Eskapaden würde der Pokalsieger seinem Torgaranten keine Steine in den Weg legen – sofern ein passendes Angebot einflattert.

Wenn man die vergangenen Spiele zugrunde legt, sind die Chancen auf einen Millionengewinn à la Dembélé tatsächlich eher gering. Zwar traf Aubameyang gegen die Spurs, zuvor ließ er aber überaus kläglich eine Großchance liegen. Auffallend ist zudem das phasenweise lustlose und wenig engagierte Anlaufen des Stoßstürmers, der augenscheinlich vor allem auf der Suche nach seinem Selbstbewusstsein ist. In dieser Verfassung wird es für den BVB in der Tat überaus schwierig, den Torschützenkönig der Vorsaison zu Geld zu machen.

Aber …

Im November eine Prognose für den kommenden Sommer zu treffen, ist nahezu unmöglich. Jeder Fußballklub der Welt weiß um die herausragenden Qualitäten des Torjägers. Natürlich muss Aubameyang dies auch wieder auf dem Platz unter Beweis stellen. Dass er aber in der Rückrunde – eventuell auch durch einen neuen Trainer – den Schalter wieder umlegen kann, ist nicht ausgeschlossen.

Bleibt die Frage, bei welchem Topklub Auba landen könnte? Der vergangene Sommer und das Neymar-Beben haben gezeigt, dass auch eine solche Voraussage unmöglich ist. Vor einem Jahr hätte wohl nicht einmal der brasilianische Superstar selbst an einen Abschied vom FC Barcelona gedacht – ebenso wenig der BVB den Verkauf des Transfercoups Dembélé. Wer weiß, wie verrückt der kommende Sommer werden wird, welche Spieler die Farben wechseln werden und wo ein Platz für Aubameyang frei werden könnte.