Hansi Flick genießt in der Bayern-Kabine große Anerkennung. Das wird aus den Statements seiner Spieler immer wieder deutlich. Und auch die Anhänger des Rekordmeisters stehen hinter dem ehemaligen Assistenten von Jogi Löw. „Es war natürlich schön zu hören, dass auch die Fans hinter mir stehen. Das Vertrauen der Verantwortlichen habe ich schon davor gespürt“, sagt Flick im Interview auf der vereinseigenen Homepage.

Vorerst bis zur Winterpause soll Flick das Zepter auf dem Trainingsplatz in der Hand halten. Als gleichberechtigt betrachtet der 54-Jährige dabei die Defensive und die Offensive: „Beides ist wichtig. Wir müssen den richtigen Mix finden und an das Spiel gegen Dortmund anknüpfen. Ein gewisses Risiko gehört dazu, um offensiv Chancen zu kreieren. Dabei dürfen wir die Defensive aber nie vergessen.“

Allzu tief ins Detail kann Flick dabei zu seinem Leidwesen allerdings nicht gehen. „Die Herausforderung ist, dass wir in dieser Saisonphase nicht viel einstudieren können, weil die Wochen bis Weihnachten sehr vollgepackt sind. Jetzt vor dem Düsseldorf-Spiel habe ich erst am Donnerstag den kompletten Kader beisammen. Und Montag geht es gleich weiter nach Belgrad“, erläutert Flick.

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Ob er sich als Lösung bis zum Saisonende oder gar darüber hinaus eignet, müssen die Bayern im Januar bewerten. Eigentlich streben die Münchner Verantwortlichen wie so oft nach dem Größtmöglichen. Wunschkandidaten wie Pep Guardiola oder auch Thomas Tuchel sind aber bis auf weiteres nicht verfügbar.

Auf dem Markt hingegen ist seit vorgestern Mauricio Pochettino. Ebenso wie der Italiener Massimiliano Allegri herrscht bei ihm allerdings eine deutliche Sprachbarriere. Für Flick gilt es nun in erster Linie, die Stars geschickt zu managen. Und dass er in der Hinsicht sein Handwerk versteht, hat er in der kurzen Phase als Chefcoach bereits eindrücklich nachgewiesen.