Virgil Misidjan ist seit zwei Tagen beim 1. FC Nürnberg, nach der Länderspielpause soll er den Franken beim Kampf um den Klassenerhalt helfen. Doch dem Niederländer droht Ärger mit der Justiz in seinem Heimatland: Der 25-Jährige wurde wegen Körperverletzung in erster Instanz zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt. Zur Stunde läuft das Berufungsverfahren.

Sportvorstand Andreas Bornemann ist allerdings unbesorgt und rechnet fest damit, dass das Urteil nicht bestehen bleibt: „Wir gehen davon aus, dass das Urteil in der nächsten Instanz anders ausfallen wird und er ganz normal zur Verfügung steht“, sagt Bornemann im ‚kicker‘. Der Neuzugang von Ludogorets Rasgrad soll einen 68-Jährigen nach einem Streit getreten haben. Das Opfer erlitt mehrere Knochenbrüche.

Misidjan war bei der ersten Verhandlung nicht anwesend und wurde von einem Pflichtverteidiger vertreten. Ein weiterer Punkt, der Bornemann Hoffnung macht: „Ich kenne keinen, der für so etwas in den Bau gegangen wäre. Ich möchte nicht in ein Verfahren eingreifen. Aber natürlich steckt auch dahinter, dass er beleidigt wurde, wahrscheinlich auf rassistische Art und Weise.“ Ein Termin für das Berufungsverfahren steht noch nicht fest, dann soll der Niederländer aber persönlich vor Gericht erscheinen.