Huub Stevens wird es also nicht, der nach der Entlassung von Michael Oenning den Trainerstuhl des Hamburger SV bekleidet. Sein Kontakt zum FC Schalke 04 war das Problem.
Alle wissen, dass ich mit Huub verabredet war. Ich habe mit ihm gesprochen, danach eine Entscheidung getroffen. Ich glaube, das ist die richtige“, meint Sportdirektor Frank Arnesen in der ‚Bild‘. Zudem passte Stevens mit seiner defensiven Spielkultur auch nicht zur Vorgabe des HSV. Da die Verantwortlichen mit Interimstrainer Rodolfo Cardoso bislang sehr zufrieden sind, wollen sie ihn befördern. Da bringt sich Sergej Barbarez ins Spiel.

Da Cardoso keine Trainerlizenz besitzt, darf er ohne Sondergenehmigung des DFB und der DFL nur mehr am kommenden Wochenende gegen den FC Schalke 04 auf der Trainerbank Platz nehmen. Sein ehemaliger Mitspieler Barbarez, der den Trainerschein besitzt, hat eine Lösung parat. „Ich könnte Rodolfo als Partner zur Seite stehen. Wir waren nicht nur Teamkollegen, wir sind enge Freunde – und wir vertreten eine Philosophie. Das würde passen“, so der Vorschlag des Bosniers in ‚Sport1‘. „Sollte Rodolfo im Sommer seinen Schein machen, würde ich ihm den Rücken frei halten.

Zudem steht der 40-Jährige voll und ganz hinter dem Umbruch des HSV.
Der Umbruch musste sein und darf jetzt nicht infrage gestellt werden, weil der Start in die Saison misslungen ist. Wir haben eine junge Truppe, der es noch an Erfahrung und Stabilität fehlt, die aber große Qualität besitzt.

Eine weitere Möglichkeit wirft die ‚Bild‘ ins Rennen. Horst Hrubesch würde gut in das Anforderungsprofil passen. Er kennt die deutsche Bundesliga in- und auswendig. Doch wie das Blatt berichtet, fanden noch keine Gespräche zwischen ihm und Arnesen statt.