Wenn die Major League Soccer zwischen den Spielzeiten pausiert, zieht es David Beckham nach Europa. Schon zweimal schloss sich der Engländer im Frühjahr leihweise dem AC Mailand an, um anschließend wieder für L.A. Galaxy aufzulaufen.

Ähnliches wünscht sich für die kommenden Monate auch Didier Drogba. Die chinesische Saison ist seit zwei Wochen beendet, dem Ivorer von Shanghai Shenhua steht nun eine Pause bis zum 19. Januar bevor, wenn in Südafrika der Afrika Cup beginnt. Gerne würde der 34-Jährige die Wartezeit nach dem Vorbild von Beckham bei einem anderen Klub verkürzen. Interesse an einer zweimonatigen Verpflichtung des Champions League-Siegers zeigen laut ‚L’Équipe‘ Drogbas Ex-Klubs FC Chelsea und Olympique Marseille.

Ob das Leihgeschäft rechtens ist, liegt letztlich in der Entscheidungsgewalt der FIFA. Nach Angaben von Drogbas Berater Tcherno Seydi hat der Spieler ein entsprechendes Gesuch beim Weltverband eingereicht. „Es wäre eine außergewöhnliche Maßnahme. Aber bei allem, was er für den afrikanischen Fußball getan hat, dürfen wir danach fragen. Bei allem, was er repräsentiert und geleistet hat, sollte die FIFA über seinen Fall nachdenken“, fordert Seydi.

Weil Shanghai prinzipiell nichts gegen eine Leihe seines Superstars einzuwenden hat, stehen die Chancen gar nicht schlecht. Und Chelsea oder OM dürfen sich womöglich über einen prominenten Rückkehrer auf Zeit freuen.