Bereits kurz nach der Beendigung der Saison kündigte Borussia Mönchengladbach an, dass im Kader Platz geschaffen werden muss. „Wir überdenken beziehungsweise überarbeiten den Kader. Es gibt vielleicht noch den einen oder anderen Abgang“, sagte Sportdirektor Max Eberl.

Andreas Christensen gehörte zweifelsfrei nicht zu den Kandidaten, für die man am Niederrhein keinen Bedarf mehr hatte. Der Däne war aber nicht zu halten. Ebenso wie Mahmoud Dahoud, dessen Abschied zu Borussia Dortmund aber schon früh besiegelt war.

Zudem verließen mit Djibril Sow (Young Boys Bern), André Hahn (Hamburger SV), Marvin Schulz (FC Luzern) und Julian Korb (Hannover 96) vier weitere Akteure den Verein. Dem Sextett könnte ein Quartett folgen.

Keine zwingenden Verkäufe

Ein Kandidat ist Timothée Kolodziejczak, obwohl der Innenverteidiger erst im Winter für 7,5 Millionen Euro vom FC Sevilla nach Gladbach kam. Nach den Verpflichtungen von Matthias Ginter und der Leihe von Reece Oxford darf der Franzose bei einem adäquaten Angebot, bei dem die Borussia keinen Verlust macht, gehen.

Neben Kolodziejczak suchen die Fohlen Abnehmer für ihre beiden Talente Tsiy William Ndenge und Ba Muaka Simakala. Anders als der erfahrene Verteidiger sollen Sechser Ndenge und Stürmer Simakala aber nur verliehen werden und Spielpraxis sammeln. Ndenge absolviert derzeit ein Probetraining bei Eredivisie-Klub Roda Kerkrade. Zuvor gastierte er bei Zulte Waregem in Belgien.

Das Quartett komplettiert Josip Drmic. Der Schweizer Angreifer konnte seit seinem Abschied vom 1. FC Nürnberg nie die Erwartungen erfüllen – weder bei Bayer noch beim HSV oder der Fohlenelf. Zwingend will Eberl den 24-Jährigen aber nicht loswerden, nur wenn ein Klub eine passende Offerte vorlegt. Zehn Millionen hatte Gladbach 2015 für Drmic an Bayer Leverkusen überwiesen.