Uli Stielike sieht in Sandro Wagner eine große Verstärkung im Abstiegskampf. In der ‚Bild‘ sagt der Trainer von Tianjin Teda: „Wir spielen seit fünf Jahren gegen den Abstieg. Ich hoffe, dass er uns mit seinen Toren und seiner Art helfen wird, dass wir in ruhigeres Fahrwasser kommen.“ In China beginnt die neue Saison im März. Für Wagner, der bis Ende 2020 rund 15 Millionen Euro netto kassieren soll, zahlt Tianjin fünf Millionen Euro an den FC Bayern. Stielike über seinen Wunschstürmer: „Wir hatten im Angriff wenig Durchschlagskraft. Daher hat der Verein beschlossen, einen groß gewachsenen Mittelstürmer zu suchen. Ich habe dann zwei, drei Namen genannt, bei denen Sandro absolute Priorität hatte. Ehrlich gesagt habe ich aber nicht geglaubt, dass wir ihn wirklich bekommen können.“

Wagners Vorteile sieht der 64-Jährige in der Physis. Einer der Unterschiede im chinesischen Fußball sei, „dass er von zwei Spielern in Manndeckung genommen wird. Körpergröße spielt in der Liga eine große Rolle. Und er muss sich daran gewöhnen, dass er es bei Ecken und Freistößen wie beim Ringen zugeht und die Schiedsrichter viel laufen lassen.“ Neben dem deutschen Trainer trifft Wagner in Asien auch auf den Ex-Bochumer Felix Bastians, mit dem er bereits in der Saison 2013/14 bei Hertha BSC in einem Team spielte. Der Stürmer sagt: „Mein Plan war natürlich, länger in München zu bleiben und meine Karriere hier zu beenden. Ich liebe diesen Verein. Aber die Dinge haben sich leider anders entwickelt, das musste ich akzeptieren. Ich werde jedoch niemals ein böses Wort über diesen Verein verlieren, sondern wünsche dem FC Bayern und seinen Fans nur das Beste.“