Trotz des katastrophalen Saisonstarts des 1. FC Köln mit einem Punkt aus sieben Spielen bangt Trainer Peter Stöger nicht um seinen Job. „Nein. Ich mache mir wenig Sorgen um mich selbst“, versichert der Österreicher im ‚Bild‘-Interview, „die Situation um den Verein ist mir wichtig. Ich habe mit vielen Leuten sehr lange zusammen gearbeitet, habe mir ein privates Umfeld aufgebaut. Dass ein Trainerjob immer auch ein unsicherer Job ist, weiß jeder, der sich darauf einlässt. Im Trainergeschäft gibt es wenig Platz für Eitelkeit. Es gibt viele Dinge, für die es sich lohnt zu kämpfen. Viele Menschen um mich herum, die ich sehr lieb gewonnen habe, das Lebensgefühl in Köln. Angst hat mich nie begleitet.

Von sich aus hinschmeißen würde Stöger nicht: „Das kann und werde ich nie machen. Was wäre das für ein Charakterzug, bei einem Punkt und zwei Toren meine Koffer zu packen ohne zu wissen, ob der Verein eine Alternative hätte? Das wäre fahrlässig, das bin nicht ich. Ich kann ja nicht sagen, dass mir die Menschen hier wichtig sind und der FC weiter Bundesliga spielen soll – und dann haue ich einfach ab.“ Eine Ausnahme gibt es aber: „Wenn die Mannschaft zu mir kommt und sagt: ‚Hey, Alter, dein Mehrwert geht uns verloren. Du bist zwar ein Supertyp, und wir gehen ins Brauhaus zusammen Essen, aber sonst wird das nichts mehr.’ Dann würde ich mir das überlegen. Fakt ist doch: Über meinem Trainerjob steht immer der Verein. Solange die Spieler nicht kommen oder der Verein nichts sagt, ziehe ich das hier durch.