Unai Emery hat sich ein weiteres Mal zur Personalie Aaron Ramsey geäußert. Der ‚Telegraph‘ zitiert den Trainer des FC Arsenal: „Seine Gegenwart stellt sich so dar, wie ich es will. Sein Fokus ist positiv für uns alle, er hilft uns.“ Insbesondere Ramseys Leistung beim 4:2 im Derby gegen Tottenham Hotspur beeindruckte Emery.

Es ist das Beste für ihn und den ganzen Klub, wenn er wie gestern spielt“, so der Spanier. Wer jetzt aber meint, dass der Coach die Identifikationsfigur unbedingt halten will, sieht sich getäuscht. Eine Verlängerung von Ramseys auslaufendem Vertrag ist weiterhin ausgeschlossen. „Diese Akte wurde vor ein oder zwei Monaten geschlossen“, sagt Emery.

Damals hatte Arsenal sein Angebot zur Vertragsverlängerung zurückgezogen. Der Waliser, seit zehn Jahren im Klub, reagierte zuletzt irritiert. „Der Vertrag ist vom Tisch und ich weiß noch immer nicht warum. Ein paar Wochen zuvor haben wir eigentlich eine Einigung erzielt und ich war bereit, zu unterschreiben“, so Ramsey Ende Oktober. Wechseloptionen hat der 27-Jährige aber zu Genüge.

Crème de la Crème will Ramsey

Juventus Turin, Real Madrid, Paris St. Germain und nahezu alle englischen Klubs würden Ramsey gerne in ihren Reihen begrüßen. Und auch der FC Bayern flirtet mit dem ablösefreien Mittelfeldspieler. Mitte November war sogar schon von einer weitgehenden Einigung die Rede. Diese Informationen bestätigten sich bislang aber nicht. Offiziell dürfen interessierte Vereine ohnehin erst ab Januar mit Ramsey verhandeln.

Zu einem früheren Zeitpunkt ist nicht mit einer Entscheidung im Poker um den Rechtsfuß zu rechnen. Klarer denn je ist mittlerweile aber: Eine Zukunft bei Arsenal hat Ramsey paradoxerweise nicht – obwohl seine Leistungen (zwei Tore, sechs Vorlagen) stimmen, der Trainer ihn lobt und der Spieler gerne bleiben würde. Die Bayern haben somit weiterhin die Chance, das Rennen um den umworbenen Achter zu gewinnen. Es wäre eine Schnäppchen.