Alaba spricht über Bayern-Abschied, Wappen-Kuss und „böses Blut“

David Alaba hat sich zu seinem Abschied vom FC Bayern und seiner Ankunft bei Real Madrid geäußert. Erstmals erklärt der Österreicher auch, wie es zum Wappen-Kuss im Real-Trikot kam.

David Alaba (l.) im Kopfballduell mit Guido Rodríguez (r.)
David Alaba (l.) im Kopfballduell mit Guido Rodríguez (r.) ©Maxppp

David Alabas Wechsel zu Real Madrid kam für die Verantwortlichen des FC Bayern einer Niederlage gleich. Dem Trio um Hasan Salihamidzic, Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß gelang es nicht, den österreichischen Nationalspieler weiter an den Verein zu binden. Alaba zog es stattdessen in wärmere Gefilde zu den Königlichen.

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Im Interview mit der ‚Sport Bild‘ lässt der Linksfuß dennoch verlauten, dass er „noch immer ein sehr gutes Verhältnis zu Herrn Rummenigge“ habe. Man habe ihm „nur das Beste gewünscht“ und er wurde „sehr schön verabschiedet“, so Alaba.

Trotz der zum Teil spitzen Aussagen, die von der Bayern-Klubführung getätigt wurden, beteuert Alaba: „Es gibt kein böses Blut.“ Hoeneß nannte Alaba-Berater Pini Zahavi unter anderem einen „geldgeilen Piranha“. Die Aussagen liegen jedoch schon ein Jahr zurück und hinterließen zumindest bei Alaba keine negativen Gefühle.

Der ominöse Wappen-Kuss

Für Aufsehen sorgte außerdem ein Wappen-Kuss von Alaba auf das Logo seines neuen Arbeitgebers. Das brachte dem Defensivallrounder eine Menge Kritik von Seiten der Bayernfans ein. Der 29-Jährige blickt auf den Vorfall zurück: „Ich war glücklich, endlich angekommen zu sein. Ich wollte zeigen, wie sehr ich mich freue, eine neue Herausforderung angehen zu können. Mit dem Küssen des Real-Wappens wollte ich niemanden provozieren, schon gar nicht den FC Bayern und die Fans.“

An seiner Beziehung zum Rekordmeister und seiner Gefolgschaft ändere dies nach 13 Jahren im Verein nichts. „Die Fans haben mich immer unterstützt – das vergesse ich nie“, lässt Alaba seine Unterstützer wissen.

Kroos und Mbappé

Vor allem Toni Kroos, den Alaba noch aus gemeinsamen Tagen an der Säbener Straße kennt, habe ihm bei der Eingewöhnung in Madrid geholfen. Der gebürtige Wiener erzählt von der ersten Begegnung vor Ort: „Wir haben schon geschmunzelt, als wir uns in der Kabine zum ersten Mal wiedergesehen haben. Toni hat mir gerade am Anfang sehr viel geholfen, er war bei der Eingewöhnung ein wichtiger Faktor für mich.“

Die Transferbemühungen seines neuen Klubs um Kylian Mbappé von Paris St. Germain hat Alaba ebenfalls wahrgenommen. Ob er sich über die Ankunft des Franzosen freuen würde, verrät der Verteidiger aber nicht: „Mbappé ist ein Spieler von PSG, nicht von Real Madrid. Der Fokus muss auf unserer Mannschaft liegen – und die ist top.“ Nicht auszuschließen, dass sich beide ab nächsten Sommer häufiger in Madrid über den Weg laufen.

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