„Alles andere ist fahrlässig“: Watzke klärt zur Causa Guirassy auf
Der körperliche Zustand von Fast-Neuzugang Serhou Guirassy ist derzeit das bestimmende Thema bei Borussia Dortmund. Unter anderem dazu hat sich nun Hans-Joachim Watzke zu Wort gemeldet.

Mit Hans-Joachim Watzke äußert sich nun erstmals ein Offizieller von Borussia Dortmund persönlich zum körperlichen Zustand von Serhou Guirassy (28). Der Guineer habe sich die ominöse Knieverletzung im jüngsten Länderspiel (Guineas 0:1 gegen Mosambik, Anm. d. Red.) zugezogen, verriet der scheidende BVB-CEO gegenüber ‚Bild‘: „Wir waren darüber nicht in Kenntnis. Wahrscheinlich hat er selbst gar nicht so registriert, was da passiert ist.“
Die MRT-Untersuchung im Rahmen des Medizinchecks habe die Blessur dann offengelegt. Watzke fährt fort: „Wenn es sich um was im Knie handelt, brauchst du eine Spezialistenmeinung, alles andere wäre fahrlässig. Das haben auch alle miteinander besprochen, dass da nochmal ein Spezialist draufguckt.“ Der Transfer vom VfB Stuttgart nach Dortmund – festgeschriebene 18 Millionen Euro Ablöse schwer – sei damit aber nicht vom Tisch: „Aktuell ist es so, dass alle Beteiligten nach wie vor wollen.“



„Aber“, schiebt Watzke unmissverständlich nach, „wir brauchen natürlich eine vernünftige Aussage, wie die Verletzung ist.“ Erste Schätzungen gingen von vier Wochen bis drei Monaten Ausfallzeit aus – eine weite Spanne. Erst wenn der Zeitraum von einem Facharzt präzisiert wurde, können die BVB-Verantwortlichen entscheiden, ob Guirassy final verpflichtet wird.
Watzke begeistert von Süle
Niklas Süle (28) müssen die Dortmunder nicht mehr verpflichten, steht der Innenverteidiger doch schon seit Sommer 2022 auf der BVB-Gehaltsliste. Eine Konstante der vergangenen zwei Jahre in schwarz-gelb: Kritik an Süles Fitnesszustand. Allzu oft und allzu offensichtlich hatte der aktuell verhinderte Nationalspieler mit Gewichtsproblemen zu kämpfen, präsentiert sich nun aber so durchtrainiert wie vielleicht noch nie – sehr zu Watzkes Wohlwollen.
„‚Mein Gott‘“, dachte der 65-Jährige nach eigenen Angaben, „‚wir haben einen neuen Spieler.‘ Es ist bewundernswert, wie er das hingekriegt hat. Mir ist das tausendmal lieber, wenn einer einen Fehler einsieht und die entsprechenden Ableitungen trifft – das finde ich cool.“
Süles neues Engagement versetzt Watzke regelrecht ins Schwärmen: „Niklas hat selbst gesehen, dass es ihn in eine Sackgasse geführt hätte und es einfach mehr darum ging, Hilfestellung zu leisten. Aber wenn du jemandem die Hand ausstreckst, muss er sie auch ergreifen.“ Das habe der Abwehrmann „bewundernswert gemacht“. Neben den Turbulenzen um Guirassy gibt es dieser Tage also auch noch Grund zur Freude bei Borussia Dortmund.
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