Köln: Katterbach „im Tal“ – Kritik von allen Seiten

Beim 1. FC Köln läuft derzeit vieles rund. Noah Katterbach aber ist der große Verlierer unter Steffen Baumgart – und muss sich Kritik gefallen lassen.

Noah Katterbach im Duell mit Josip Stanisic
Noah Katterbach im Duell mit Josip Stanisic ©Maxppp

Mit gerade einmal 20 Jahren hat Noah Katterbach schon 44 Profispiele für den 1. FC Köln absolviert. Zweimal gewann der Linksverteidiger die begehrte Fritz-Walter-Medaille in Gold, mit der Deutschlands beste Nachwuchsspieler ausgezeichnet werden. Die erfolgreiche Profikarriere schien vorgezeichnet – bis Steffen Baumgart kam.

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Der neue Trainer küsste den FC wach – Katterbach aber fiel durchs Raster und spielt seit Saisonbeginn nur noch in der zweiten Mannschaft. „Ich sehe ihn aktuell nicht in der ersten Elf und auch noch nicht auf dem Niveau, dass ich ihn jederzeit bringen würde“, begründete Baumgart Ende August recht schonungslos und prangerte Probleme „im athletischen und spielerischen Bereich“ an.

Seither ist fast ein Monat vergangen, in dem Katterbach seine Situation nicht verbessern konnte. Vielleicht ist sogar das Gegenteil der Fall – denn in der Regionalliga ist der U21-Nationalspieler „momentan auch nicht jedes Wochenende der beste Spieler“, wie Thomas Kessler, Leiter des Kölner Lizenzbereichs, dem ‚Express‘ sagt.

„So dann aber auch nicht“

Und auch Amateure-Trainer Mark Zimmermann ist irritiert und vermutete gegenüber dem ‚Geissblog‘ nach dem jüngsten 1:3 gegen Alemannia Aachen „Frust oder Ärger“ bei Katterbach, dass er „bei den Profis nicht zum Zug“ kommt. „So dann aber auch nicht“, wies Zimmermann unmissverständlich darauf hin, dass die Leistungen des Linksverteidigers in der vierten Liga nicht ausreichen, um zu den Profis zurückzukehren.

„Er ist ein junger Spieler, der durch ein Tal geht“, versucht Kessler noch zu beschwichtigen. Klar ist aber: Von Katterbach muss deutlich mehr kommen, um wieder eine Alternative für Baumgart und die aktuell so mitreißende Kölner Mannschaft zu werden. Das ist natürlich auch im Interesse des Vereins – schließlich besitzt ein mit 20 Jahren schon erfahrener und hochdekorierter Juniorennationalspieler einen gewissen Wert, der in der Regionalliga aktuell purzelt.

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