In Barcelona spielt Yamal den Weihnachtsmann, während in Frankreich Pogba zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. FT mit der Presseschau am letzten Freitag vor Weihnachten.

Der barmherzige Goldjunge
Große Ähnlichkeit mit dem Weihnachtsmann kann man Lamine Yamal wahrlich nicht nachsagen. Einen weißen Rauschebart sucht man beim 17-Jährigen vergeblich, auch das Haupt des Shootingstars hat vermutlich noch ein paar Jahre, bis es ergraut. Lediglich die treue Rentierbande findet man beim Spanier, auf seine Kompagnons Raphinha und Robert Lewandowski kann er sich ebenso verlassen wie der Weihnachtsmann auf seine Gefährten mit dem Geweih. Doch im Leben kommt es eben oft auf die inneren Werte an und da scheint sich Yamal den Mann vom Nordpol insbesondere in Sachen Großzügigkeit als Vorbild genommen zu haben.
Wie die ‚Mundo Deportivo‘ in Erfahrung bringen konnte, hat der Rechtsaußen des FC Barcelona von der Kopfhörermarke Beats mehrere Geräte angeboten bekommen, um diese an die erste Mannschaft der Katalanen zu verteilen. Doch Yamal hatte anderes im Sinn. Statt die Profis zu beschenken, sah der Linksfuß in den Jungen und Mädchen von Barças Talentschmiede La Masia bessere Adressaten für die Gaben der US-Firma. Jedem Paar Kopfhörer lag eine vom Spieler selbst unterschriebene Karte bei, die eine kurze Widmung enthielt: „Damit ihr die Musik genießen könnt“, verziert mit einem Emoji eines tanzenden Mannes und einem Paar Kopfhörer. In der Jugendschmiede soll diese Geste Begeisterung hervorgerufen haben, Yamals Popularität dürfte mit dieser Aktion bei dem eigenen Nachwuchs noch weiter gestiegen sein.
Pogba muss büßen
Hinter Paul Pogba liegen keine einfachen Jahre. Nachdem der Franzose schon fußballerisch aufgrund von Verletzungsproblemen nur noch selten Ausrufezeichen gesetzt hat, wurde er dazu noch positiv auf Doping getestet. Der ehemalige Weltklasse-Mittelfeldspieler bekam eine Sperre von vier Jahren aufgedrückt, die mittlerweile auf 2,5 Jahre reduziert wurde. Privat musste der 31-Jährige ebenfalls einen Schock verkraften. 2022 überfielen maskierte und bewaffnete Männer den Juve-Star und forderten mehrere Millionen Euro für den seinen Schutz. Auch Pogbas Bruder Mathias soll in den Vorfall verwickelt sein und dem Weltmeister von 2018 mehrfach gedroht haben, sollte dieser nicht zahlen. Der Vorfall wurde von Paul Pogba zur Anzeige gebracht.
Dies wurde Mathias nun zum Verhängnis. Am gestrigen Donnerstag wurde der Pogba-Bruder zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Während zwei der drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden, muss der Ex-Wrexham-Profi ein Jahr mit einer elektronischen Fußfessel leben, er bleibt also auf freiem Fuß. Zudem muss er eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro zahlen. Mathias wurde lediglich wegen versuchter Erpressung verurteilt, wegen Freiheitsberaubung und Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung wandern fünf weitere Angeklagte sogar für bis zu acht Jahre hinter Gitter. Die ‚L’Equipe‘ schreibt von einem Urteil, das von einer gewissen Härte geprägt ist. Mathias kündigte unmittelbar nach dem Prozess an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen.
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