Das Märchen von Vlahovic und Dybala | Portugiesisches „Toxico“

In Manchester hängt der Haussegen mächtig schief, jetzt kritisiert Ralf Rangnick seinen größten Star. Währenddessen bildet sich in Turin ein neues Traumpaar und in Portugal flogen gestern die Fetzen. FT mit der täglichen Presseschau.

Die FT-Presseschau vom 12. Februar
Die FT-Presseschau vom 12. Februar ©Maxppp

CR7 soll öfter treffen

Mit 14 Treffern ist Cristiano Ronaldo Manchester Uniteds bester Torjäger. Wenn es nach seinem Trainer geht, ist die Ausbeute aber noch ausbaufähig. Der Portugiese, der sowieso ob der mittelmäßigen Saison seines Teams Abschiedsgedanken hegt, schießt laut Ralf Rangnick „nicht genug Tore“, weshalb United im Sommer einen neuen Stürmer brauche. Ein gefundenes Fressen für die englische Presse, die heute die Wortspielmaschine angeschmissen hat. Der ‚Daily Star‘ schreibt amüsiert von den „paar Ronnies“, der ‚Daily Mirror‘ berichtet von einem „trocken gelaufenen Ronaldo“. Möglicherweise wollte Rangnick seinen Starspieler anstacheln, damit er seine Durststrecke von mittlerweile fünf Spielen ohne Treffer überwindet. Fraglich, ob diese Taktik aufgeht.

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Die Turteltäubchen Dybala und Vlahovic

Die italienische Presse hat Dusan Vlahovics ligainternen Wechsel vom AC Florenz zu Juventus Turin zelebriert und dem 22-Jährigen Titelseiten en masse gewidmet. Einen freut der Neuzugang offenbar besonders: Teamkollege Paulo Dybala. Die ‚Tuttosport‘ titelt: „Vlahovic verändert Juve“, womit die italienische Sportgazette darauf Bezug nimmt, dass La Joya die Ankunft des Stürmers regelrecht euphorisiert. Demnach glaubt der Argentinier, dass der Serbe noch „20 Tore in dieser Saison“ schießen wird und „das Werkzeug“ ist, das dem italienischen Rekordmeister gefehlt hat. Dybalas Ekstase gehe soweit, dass der 28-Jährige in der ewigen Saga um seine Vertragsverlängerung nun wieder einen Schritt auf Juve zugegangen ist. Die Alte Dame will dem Offensivspieler nun dasselbe Gehalt wie Vlahovic bieten: sieben Millionen Euro pro Jahr.

Portugals rote Welle

Es war ein außerordentlich spannender Schlagabtausch, den sich der aktuelle Tabellenerste FC Porto und der amtierende portugiesische Meister Sporting Lissabon am gestrigen Abend lieferten. Am Ende stand ein verdientes 2:2-Unentschieden, das Spiel wurde aber durch die Geschehnisse in der Nachspielzeit überschattet. Ganze vier rote Karten waren das Resultat einer Rudelbildung in der zehnten Minute der Nachspielzeit, in der es zu einer Schlägerei und heftigen Wortgefechten kam. Natürlich mittendrin und vom Platz gestellt: Der notorische Hitzkopf Pepe (38). ‚A Bola‘ benennt den Klassiker der portugiesischen Liga deshalb „Toxico“, für die Zeitung ‚Record‘ ist es schlicht „Die Schande“.

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