Uniteds Dauer-Krise: Der Rebuild implodiert

Mit Erik ten Hag an der Seitenlinie wollte Manchester United endlich den ersehnten Schritt nach vorne machen. Doch der Zauber vom Umbruch ist nach zwei peinlichen Niederlagen schon wieder Geschichte.

Hängende Köpfe bei den Spielern von Manchester United
Hängende Köpfe bei den Spielern von Manchester United ©Maxppp

Manchester City und der FC Liverpool bekamen mit Erling Haaland und Darwin Núñez jeweils ein neues Spielzeug im scheinbar schier unendlichen Zweikampf der beiden Schwergewichte. Der FC Arsenal träumt dank Gabriel Jesus von einem Platz in den Top4, auch die Spurs stehen im zweiten Jahr unter Antonio Conte vor dem großen Wurf. Bei Manchester United hingegen ist nach nur zwei Spieltagen der Traum vom Neuaufbau schon wieder dahin.

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Wenn die Anhänger der Red Devils noch nach der peinlichen 1:2-Auftaktniederlage gegen Brighton & Hove Albion dachten, es geht nicht mehr schlimmer, folgte am gestrigen Samstag der nächste Tiefpunkt. Mit 0:4 ging das Team von Erik ten Hag beim FC Brentford baden – der Endstand war wohlgemerkt schon in der 35. Spielminute hergestellt. Die Ratlosigkeit macht sich nicht nur bei den Anhängern breit, selbst ein David de Gea zeigte sich im Anschluss an die Partie geknickt.

„Ich bin mir nicht sicher, um ehrlich zu sein“, sagte der niedergeschlagene Keeper gegenüber ‚Sky Sports‘ auf die Frage, wie United seine Ergebnisse verbessern kann. „Andere Mannschaften verbessern sich sehr und es sieht so aus, als ob wir an der gleichen Stelle stehen. Es war eine gute Vorbereitung, aber das ist nicht genug“, klagte der Spanier weiter.

Kein Streif am Horizont

Eine kurzzeitige Besserung der Situation am Old Trafford ist nicht in Sicht. Da wäre zum einen das Drama um Cristiano Ronaldo, der am liebsten ganz woanders wäre. Oder der seit ewigen Wochen festgefahrene Transfer von Frenkie de Jong, der partout nicht vom warmen Barcelona in den englischen Norden wechseln will und Uniteds Transferpläne zu lähmen scheint.

Darüber hinaus fahnden die Red Devils rund zwei Wochen vor Transferschluss noch fieberhaft nach einem Nachfolger für Edinson Cavani. Wie schon damals beim Uruguayer läuft es beim einstigen Topklub wieder einmal auf einen Panikkauf hinaus. Nachdem das Thema Marko Arnautovic schnell begraben wurde, geistert nun der Name von Álvaro Morata durchs Old Trafford. Ein hoffnungsvoller Neuaufbau sieht anders aus.

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