BVB: Deutliche Bürki-Kritik an Sancho

Jadon Sancho ist fraglos ein außergewöhnlicher Fußballer, aber genauso fraglos ein nicht immer einfach zu führender Profi. Das moniert auch Teamkollege Roman Bürki.

Roman Bürki (r.) mit Jadon Sancho
Roman Bürki (r.) mit Jadon Sancho ©Maxppp

Roman Bürki (29) scheut sich nicht vor öffentlicher Kritik an Mannschaftskamerad Jadon Sancho. Im Interview mit der ‚Bild‘ äußert der Torhüter von Borussia Dortmund relativ unmissverständlich: „Er sollte keine Sonderrechte haben. Spieler in seinem Alter lernen das nur, wenn wir ihnen gemeinsam Grenzen aufzeigen. Man kann nicht immer sagen: ,Er ist noch jung, er ist noch jung...‘ Der Lerneffekt muss irgendwann eintreten.“

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Bürki weiter: „Es gibt in einer Mannschaft Regeln. Und wer sich nicht daran hält, der wird sportlich bestraft. Das tut Spielern übrigens deutlich mehr weh, als wenn man ihnen eine Geldstrafe aufbrummt.“ Zur Einordnung: Sancho leistete sich in seinen bislang drei Jahren beim BVB schon zahlreiche Fehltritte. Von Verspätungen und versäumten Team-Meetings über unerlaubte Ausflüge bis hin zu Verstößen gegen das Hygienekonzept der DFL. Trotzdem sind die sportlichen Fähigkeiten des 20-jährigen Offensivspielers über jeden Zweifel erhaben.

Entsprechend gibt es auch immer wieder Wechselgerüchte um Sancho, der gerade in seinem Heimatland England begehrt ist. Ein Abgang wäre aus Sicht von Bürki „natürlich ein großer Verlust“ – allem Ärger zum Trotz. „Jadon ist ein spezieller Charakter, ein guter Typ. Und er ist vielleicht auch deswegen auf dem Rasen so unbekümmert, weil er auch neben dem Platz vieles easy und locker sieht. Die richtige Balance ist deshalb wichtig“, ergänzt Bürki, der die BVB-Entscheidung, an Trainer Lucien Favre festzuhalten, im übrigen für richtig erachtet: „Ich kann nicht nachvollziehen, wie man einen Trainer in Frage stellen kann, der den Vereinspunkterekord pro Spiel aufstellt. Ich habe überhaupt keine Zweifel am Trainer.“

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