Nationaltrainer Flick: Aus Löws Fehlern gelernt

Dass sich Hansi Flick in den vergangenen Wochen entspannt zurückgelehnt hat, ist kaum vorstellbar. Viel zu groß wird die Vorfreude beim 56-Jährigen auf seine neue Aufgabe beim DFB sein. Für die verschiedenen Baustellen in der Mannschaft schimmern bereits erste Ideen des neuen Bundestrainers durch.

Hansi Flick hat ab dem 1. August einen Vertrag beim DFB
Hansi Flick hat ab dem 1. August einen Vertrag beim DFB ©Maxppp

Weg von der Dreierabwehr

Nach enttäuschenden Auftritten bei der Europameisterschaft wird beim DFB bereits eifrig an der neuen Mannschaft gefeilt. Die von Joachim Löw zuletzt etablierte Dreierkette gehört wohl der Geschichte an. Flicks Zeit beim FC Bayern lässt vermuten, dass die Nationalmannschaft wieder dauerhaft mit einer Viererkette auflaufen wird. Denn in den eineinhalb Jahren beim deutschen Rekordmeister setzte der Sextuple-Trainer fast ausschliesslich auf eine 4-2-3-1-Formation.

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Auch personell könnte sich, gerade in der Abwehr, einiges verändern. Flick möchte das Leistungsprinzip wieder verstärkt zum Tragen bringen und somit dem gesamten Spielerpool eine Chance geben. Dies bringt unter anderem dem zuvor aussortierten und zurzeit noch vereinslosen Jérôme Boateng (32) neue Hoffnung auf einen Kaderplatz. Und da Joshua Kimmich (26) bei den Bayern unter Flick im Zentrum gesetzt war, dürfte rechts ein Platz für Ridle Baku (23) frei werden.

Die Zukunft gehört den Jungen

Auch auf die Nachwuchsspieler wird Flick ein genaues Auge werfen. Wie ‚Sport1‘ berichtet, hat sich der neue Bundestrainer bereits ausgiebig mit Junioren-Coach Stefan Kuntz über die nachkommenden Talente unterhalten. Ein Thema soll unter anderem RB Salzburg-Stürmer Karim Adeyemi gewesen sein. Der 19-Jährige startete erneut gut in die Saison und erzielte im ersten Ligaspiel gegen Sturm Graz (3:1) zwei Tore.

Neben Adeyemi darf sich auch der zu Wolfsburg gewechselte Lukas Nmecha (22) Hoffnungen auf Einsätze machen. Der von Flick geförderte Jamal Musiala (19) wird seinen Kaderplatz wohl behalten und mit Bayer Leverkusens Florian Wirtz (18) wartet ein weiteres Ausnahmetalent auf seine Chance.

Eines steht schon heute fest: Im Kader von Flick haben zurzeit nur wenige einen Platz sicher. Gerade die ersten Saisonspiele könnten für einige Kandidaten wertvoll sein, um sich dem neuen Bundestrainer zu präsentieren. Neuen Schwung will Flick ohnehin in die Mannschaft und im September in der WM-Qualifikation auf den Platz bringen.

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