Entscheidung gefallen: Löw bleibt DFB-Trainer

Nach dem 0:6-Debakel der deutschen Nationalmannschaft gegen die spanische Auswahl bangte Bundestrainer Joachim Löw um seinen Job. Nun ist klar: Er darf weitermachen.

Joachim Löw (m.) und DFB-Direktor Oliver Bierhoff
Joachim Löw (m.) und DFB-Direktor Oliver Bierhoff ©Maxppp

Die Frage zur Zukunft von Joachim Löw ist beantwortet. Der Bundestrainer darf weitermachen und mit der deutschen Nationalmannschaft die Europameisterschaft im kommenden Jahr bestreiten. Löw genieße „weiterhin das Vertrauen des DFB-Präsidiums“, so heißt es in einer offiziellen Bekanntgabe.

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Zur Erklärung: „Die Mitglieder des Präsidialausschusses stellten übereinstimmend fest, dass die hochqualitative Arbeit des Trainerstabes, das intakte Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer sowie ein klares Konzept für das bisherige und weitere Vorgehen zählen. Ein einzelnes Spiel kann und darf nicht Gradmesser für die grundsätzliche Leistung der Nationalmannschaft und des Bundestrainers sein.“

In einem Treffen am heutigen Montag zwischen dem 60-Jährigen und DFB-Funktionären rund um Präsident Fritz Keller und Direktor Oliver Bierhoff wurde die Entscheidung getroffen. Löws Vertrag läuft noch bis 2022.

Blick in Richtung EM

Nach der 0:6-Niederlage im UEFA Nations League-Spiel gegen Spanien war heftige Kritik am Weltmeister-Trainer von 2014 aufgekommen. Beim DFB wertet man die Klatsche gegen die Iberer aber offenbar als einmaligen Ausrutscher und nicht als Tiefpunkt eines Negativtrends.

Im Fokus stehe nun das nächste große Turnier im kommenden Sommer: „Gemeinsam geht der Blick zielgerichtet und fokussiert auf die weitere EM-Vorbereitung im nächsten Jahr. Es besteht die feste Überzeugung, dass Joachim Löw und sein Trainerteam trotz einer für alle herausfordernden Situation erfolgreiche Spiele und Ergebnisse liefern werden.“

Nein zu Hummels und Co.?

Eine interessante Passage befindet sich zudem am Ende der DFB-Erklärung. „Zustimmung erhält auch die Einschätzung des Bundestrainers, dass nachfolgende Turniere – konkret die WM 2022 in Katar und die EM 2024, die im eigenen Land stattfindet – als Perspektiven und sportliche Ziele bereits zum jetzigen Zeitpunkt in den weiteren sportlichen und personellen Überlegungen eine Rolle spielen müssen“, heißt es dort.

Gemeint sind wohl die von Löw ausgebooteten Mats Hummels, Thomas Müller und Jérôme Boateng. Eine Rückkehr des Trios scheint somit in weite Ferne gerückt.

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