„Unterschiedsspieler“: Flick redet Sané stark

45 Millionen Euro ließ sich der FC Bayern Leroy Sané im Sommer kosten. Mittlerweile rechtfertigt der Nationalspieler diese Summe immer mehr, findet sein Trainer. Morgen gegen PSG kommt es auch auf Sané an.

Leroy Sané im Duell mit Christopher Trimmel
Leroy Sané im Duell mit Christopher Trimmel ©Maxppp

Kurz vor Weihnachten wurde überdeutlich, dass Hansi Flick nicht einverstanden war mit Engagement und Leistung von Leroy Sané. Der Trainer wechselte den Königstransfer des FC Bayern im Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen (2:1) erst ein und nach 36 Minuten wieder aus – Höchststrafe.

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Seither geht es aber aufwärts mit dem deutschen Nationalspieler. In 17 von 21 Spielen stand Sané in der Startelf. Natürlich auch, da die Konkurrenz auf den offensiven Außenbahnen immer wieder mal ausfiel. Doch die Darbietungen des 25-Jährigen haben sich in Flicks Augen stabilisiert.

„Wirklich zufrieden“

„Er bringt die vergangenen Spiele hervorragende Leistungen“, lobte Flick heute vor versammelter Presse und versicherte: „Ich bin wirklich zufrieden mit ihm.“ Mittlerweile, muss man sagen. Denn das hörte sich zu Saisonbeginn noch anders an.

Immer hatte der Coach zwar auf Sanés zurückliegenden Kreuzbandriss und fehlende Spielpraxis verwiesen, hatte aber gleichzeitig kritisiert: „Bei uns geht es auch gegen den Ball sehr intensiv weiter. Das ist eine Sache, die er einbringen muss. Das erwarte ich auch von ihm.“

Sané hatte mindestens bis zur kurzen Winterpause das intensive Bayern-Spiel noch nicht verinnerlicht. Seit dem Start ins neue Jahr setzt der Rechtsaußen jedoch aktiver nach – immer wieder gecoacht von Nebenmann Thomas Müller. „Leroy, weiter!“, schallt es regelmäßig durch die leeren Stadien. Szenen, in denen Sané stehen bleibt oder nur halbherzig nachsetzt, gibt es weiterhin, aber seltener.

Torflaute in der Liga

Die Paradedisziplin des dribbelstarken Linksfußes bleibt aber das Offensivspiel. Und da sind Sanés Zahlen gar nicht mal besser als zu Saisonbeginn. In der Bundesliga ist er sogar seit dem 14. Spieltag torlos, sammelte aber immerhin sechs Vorlagen. Aus Bayern-Sicht darf es dann gerne am morgigen Dienstag zur Scoring-Explosion kommen.

Dann nämlich treten die Münchner im Champions League-Viertelfinalrückspiel bei Paris St. Germain an (21 Uhr). Flick setzt dabei auf Sané, einen „Unterschiedsspieler, der Spiele entscheiden kann“. Der Coach versuchte seinen Schützling in Abwesenheit von Robert Lewandowski und Serge Gnabry also merklich stark zu reden. Es gilt, das 2:3 aus dem Hinspiel zu drehen.

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