Lacroix im FT-Interview: „Es war eine einfache Entscheidung“

Im Sommer war Maxence Lacroix aus der zweiten französischen Liga zum VfL Wolfsburg gewechselt. In der Autostadt ist er seitdem in der Defensive gesetzt. Im Gespräch mit FT erklärt der 20-Jährige, was ihm bei seiner Eingewöhnung geholfen hat.

Maxence Lacroix ist in der Innenverteidigung des VfL gesetzt
Maxence Lacroix ist in der Innenverteidigung des VfL gesetzt ©Maxppp

FT: Herr Lacroix, hatten Sie Bedenken, den FC Sochaux und die Ligue 2 in Richtung eines starken Bundesliga-Teams zu verlassen?

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Maxence Lacroix (20): Nein, es war eine einfache Entscheidung, weil ich eine neue Herausforderung gesucht habe und ich in einer anderen Liga als der Ligue 2 spielen wollte. Meine Berater und ich hatten zunächst die französische Ligue 1 bevorzugt. Aber als ich das Angebot von Wolfsburg gesehen habe, habe ich mir gesagt, dass ich dorthin will, weil ich viele Bekannte habe, die dort erfolgreich waren.

Hat es Ihnen die Integration erleichtert, dass es andere Franzosen in dem Klub gibt?

Ja natürlich, es ist ihnen (Josuha Guilavogui und Jérôme Roussillon, Anm. d. Red.) zu verdanken, dass ich im Verein sehr gut aufgenommen wurde. Wenn der Trainer spricht oder ein Teamkollege mir etwas Wichtiges sagen will, ist es einfacher, wenn ich die Übersetzung schnell habe. Und dann kommt noch hinzu, dass vor allem Guilavogui im Verein sehr beliebt ist.

Ein Wechsel aus der Ligue 2 in die Bundesliga ist ein großer Schritt. Wie empfinden Sie diese Umstellung?

Ich bin sehr glücklich. Ich liebe es zu verteidigen, obwohl ich auch gerne Tore schieße. Ich liebe meinen Job, und die Tatsache, dass es hier viel Action gibt, dass es ein direktes Spiel ist, bedeutet, dass ich oft zum Einsatz komme. Denn es kommt meinen Qualitäten entgegen.

Im Vergleich zur Ligue 2 ist es hier ganz anders. Was die Intensität angeht, ist es ein großer Sprung. Es gibt eine Menge Einzelgespräche, in denen es um kleinste Details geht. Details zum Positionsspiel oder zur Konzentration. Damit musste ich mich in der Ligue 2 nicht auseinandersetzen, weil ich das mit meiner Schnelligkeit und meiner Physis kompensieren konnte, ich kam auch so klar.

Welchen Einfluss hat Trainer Oliver Glasner auf ihre Entwicklung?

Er hat selbst früher in der Verteidigung gespielt. Es ist so einfacher für mich, wenn er mir etwas erklärt, denn es ist etwas, das er selbst erlebt hat. Das ist sehr gut für mich. Er vermittelt mir seine Erfahrungen, das macht auch mich reifer. Omar Daf (Trainer von Souchaux, Anm. d. Red.) hat das Gleiche mit mir gemacht und es hilft mir in meiner Entwicklung. Oliver Glasner vertraut mir und ich habe viel Spaß mit ihm.

Haben Sie sich auch für Wolfsburg und die Bundesliga entschieden, weil Sie hier die Möglichkeit haben, ins Blickfeld der französischen Nationalmannschaft zu gelangen?

Ja, weil Wolfsburg bereits in europäischen Wettbewerben gespielt hat. Dieses Jahr hätten wir in der Europa League spielen können. Leider haben wir das Playoff-Spiel (gegen AEK Athen, Anm. d. Red.) verloren. Wenn man in einer Mannschaft ist, die in einem europäischen Wettbewerb spielt, ist das immer ein Plus. Ich habe mir gesagt, wenn ich für ein Team wie Wolfsburg spiele, habe ich eine bessere Chance, in die Nationalmannschaft zu kommen.

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