DFB-Startelf: Mehr Frage- als Ausrufezeichen

von Lukas Hörster
2 min.
DFB Team 24 Test @Maxppp

Am kommenden Freitag (21 Uhr) eröffnet Deutschland die Heim-EM gegen Schottland. Die als Stammspieler eingeplanten Kräfte sollten bis dahin noch gehörig an ihrer Form arbeiten.

Mit klarer Rollenverteilung wollte Julian Nagelsmann der deutschen Nationalmannschaft Sicherheit verleihen. Die Erkenntnis nach zwei Testspielen gegen die Ukraine (0:0) und Griechenland (2:1): Bei den Jokern hat das geklappt. Fast alle Einwechselspieler waren sich ihrer Rolle voll bewusst und überzeugten.

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Mehr noch wollte Nagelsmann aber die klar definierte Startelf stützen – doch diese spielte in den ersten Halbzeiten einmal ordentlich (Ukraine) und einmal fürchterlich (Griechenland). Und so ergeben sich zumindest für den Beobachter vor Turnierstart am Freitag (21 Uhr) gegen Schottland mehr Frage- als Ausrufezeichen.

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„Was ist denn mit Neuer los?“

Manuel Neuer DFB 2024

Im Tor wackelte Manuel Neuer in beiden spielen und zuletzt auch schon in Liga und Champions League bedenklich. Zur Wahrheit gehört auch, dass der 38-jährige Altmeister auch tolle Paraden zeigte. Doch so fehleranfällig wie aktuell war er eben auch seit ganz jungen Jahren nicht mehr. Zurecht fragt die internationale Presse: „Was ist denn mit Neuer los?“ Mit Marc-André ter Stegen scharrt ein Weltklasse-Ersatz mit den Hufen. Doch Nagelsmann sagt zu seinem Keeper: „Ich lasse keine Diskussion aufkommen.“

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Sollte Manuel Neuer bei der EM im Tor stehen?
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Die Viererkette zu Turnierstart werden Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger, Jonathan Tah und Maximilian Mittelstädt bilden. Beim Innenverteidiger-Duo aus Rüdiger und Tah muss noch an der Feinabstimmung gefeilt werden. Herausforderer Nico Schlotterbeck überzeugte bei seinem 20-Minuten-Auftritt gestern. Spielerisch ist er dem gesetzten Duo weit voraus. Kimmich agierte in beiden Spielen unglücklich, sein fehlendes Tempo ist kein Alleinstellungsmerkmal im Team. Mittelstädt überzeugte gegen die Ukraine, enttäuschte aber gegen Griechenland.

Der Kapitän ist angezählt

Ilkay Gündogan 2324  dfb

Im Mittelfeld sind Robert Andrich, Toni Kroos und Ilkay Gündogan vorerst gesetzt. Kroos ist über alle Zweifel erhaben, Andrich hat das Alleinstellungsmerkmal Zweikampfstärke, doch Gündogan ist angezählt. Auf der Zehn absolvierte der Kapitän zuletzt keine guten Spiele. Alternativen wie Thomas Müller, Deniz Undav oder Leroy Sané stehen parat.

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Letzter ist natürlich in erster Linie auf dem Flügel zu Hause. Nach seiner Einwechslung gegen Griechenland wurde das Spiel besser, da es breiter angelegt werden konnte. Kroos sprach im Nachgang von einer „besseren Raumaufteilung“ – die es mit den verkappten Flügelspielern Jamal Musiala und Florian Wirtz (beide FT-Note 5) ein Problem war.

Die großen Hoffnungsträger schwächeln

Florian Wirtz 2324 Jamal Musiala

Gegen die Ukraine zeigten sie spannende Ansätze im Zusammenspiel, gegen Griechenland kam es nicht dazu. Wirtz tauchte unter, während Musiala zwar viel versuchte, aber sagenhaft oft den Ball verlor (wie etwa vor dem 0:1). Von Output in puncto Scorerpunkten waren die beiden jungen Hoffnungsträger in beiden Partien noch recht weit entfernt.

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Dafür gelang das immerhin Nagelsmanns Mittelstürmer Kai Havertz bei dessen Ausgleichstreffer. Seinen Status vor der gelernten Kraft Niclas Füllkrug hat der England-Legionär damit vorerst gefestigt. Als einer der ganz wenigen eingeplanten Stammspieler im Team des Bundestrainers.

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