Entscheidung gefallen: Schalke stellt Geraerts frei
Die Tage von Karel Geraerts als Schalke-Trainer sind gezählt. Nach der gestrigen Heimniederlage scheint eine Veränderung auf der Trainerbank unausweichlich.

Die Euphorie beim FC Schalke nach dem fulminanten 5:1-Auftaktsieg über Eintracht Braunschweig ist längst verflogen. Nach der bitteren Heimniederlage (3:5) gegen das ebenfalls kriselnde Darmstadt 98 bahnt sich eine Trennung von Cheftrainer Karel Geraerts an.
Immerhin hatte die ‚Bild‘ zuvor berichtet, dass der Schalker Aufsichtsrat zwei Siege in Folge fordert, ansonsten würde man die Reißleine ziehen. Dabei sah es am gestrigen Freitagabend lange sehr gut aus für die Knappen, die nach zwischenzeitlichem Stromausfall in der Veltins Arena eine 3:0-Führung noch aus der Hand gaben.
Update (9:39 Uhr): Der ‚WAZ‘ zufolge herrscht mittlerweile Klarheit. Demzufolge ist Geraerts nicht länger für den Zweitligisten verantwortlich, der Fußballlehrer werde freigestellt. „Es ist davon auszugehen, dass einer seiner Co-Trainer das Auslaufen am Samstagvormittag leiten wird“, heißt es weiter.
„Gebe nicht auf“
Im Anschluss an die Partie zeigte sich Geraerts gegenüber ‚Sky‘ kämpferisch: „Ich bin ein Sportmensch. Ich gebe nicht auf. Ich gehe immer weiter. Das wird morgen so sein, das wird nächste Woche so sein.“
Jedoch sorgt in Gelsenkirchen nicht nur die sportliche Talfahrt für Schlagzeilen: Seit geraumer Zeit sind die Fronten zwischen dem Belgier und Kaderplaner Ben Manga verhärtet. Vier Punkte nach den ersten sechs Zweitligapartien sorgen dafür, dass die Luft für Geraerts immer dünner wird.
Sollten sich die Wege trennen, könnte der 42-jährige Fußballlehrer erneut in seiner Heimat anheuern. Berichten zufolge gehört Geraerts zu vier Trainer-Kandidaten, die der RSC Anderlecht ins Visier genommen hat.
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