In Europa ist es ruhig geworden um Alexandre Pato. Über das einstige Supertalent des brasilianischen Fußballs, das im zarten Alter von 17 Jahren für 22 Millionen Euro von Internacional zum AC Mailand gewechselt war, liest und hört man nur noch wenig hierzulande. Mittlerweile spielt der 25-Jährige auf Leihbasis für den FC São Paulo, eigentlich steht er noch bis Dezember 2016 bei Stadtrivale Corinthians unter Vertrag.

Doch es zeichnet sich ab, dass Pato den Verein deutlich vor Ablauf des Vertrags verlassen wird. „Jeder weiß, das Corinthians Tag und Nacht dafür betet, Pato zu verkaufen“, erklärt Klubpräsident Roberto de Andrade in der Sendung Bate-Bola auf ‚ESPN‘, „warten wir ab, was passiert. Die Entscheidung liegt bei ihm, nicht bei mir.“ Fakt ist: Das Tischtuch zwischen Corinthians und dem Spieler ist zerschnitten, seitdem Pato auf die Zahlung seiner Image-Rechte pocht. Es schwelt ein Rechtsstreit zwischen den Parteien. Wer im Recht ist, wird die brasilianische Justiz in den kommenden Monaten versuchen herauszufinden.

Bundesliga-Wechsel ein Thema

Schon in diesem Sommer, spätestens aber im Winter, wenn der Leihvertrag beim FC São Paulo ausläuft, könnte Pato nach Europa zurückkehren. „Ein konkretes Angebot kommt aus Deutschland“, berichtet de Andrade, der allerdings nicht verrät, um welchen Klub es sich handelt.

Unabhängig davon wäre ein Pato in Bestform ein toller Fang für die Bundesliga. Seine Tempodribblings und seine Eleganz machen ihn zu einem besonderen Spieler, auch wenn er sein komplettes Potenzial schon seit einigen Jahren nicht mehr auf den Platz gebracht hat. Doch der 28-fache Nationalspieler ist erst 25 Jahre alt. Bei entsprechender Disziplin und ein wenig Geduld könnte er sein altes Leistungsvermögen wieder erreichen. Und dann wäre er für jeden Bundesligisten eine Verstärkung.