Nach zweieinhalb Jahren bei Borussia Dortmund hat Adrián Ramos endgültig keine Lust mehr, nur zweite Wahl zu sein. Deshalb trennen sich die Wege zwischen dem kolumbianischen Angreifer und dem BVB zeitnah. Wie die andalusische Zeitung ‚Ideal‘ berichtet, steht der 30-Jährige unmittelbar vor dem Wechsel Chongqing Lifan. Die Ablöse wird auf acht Millionen Euro taxiert.

Beim chinesischen Erstligisten wird Ramos aber aller Voraussicht nach nur zwischengeparkt. Unmittelbar nach seinem Wechsel wird er dem Vernehmen nach an den FC Granada verliehen. Die Andalusier haben vor einiger Zeit eine Kooperation mit den Chinesen geschlossen. Seither sitzt das Geld in Südspanien wieder etwas lockerer.

Smolov heißester Kandidat

Der Wechsel des Kolumbianers wirft nolens volens die Frage auf, ob die Borussia in der laufenden Transferperiode im Sturm nachlegen muss? Denn Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang weilt mit der Nationalmannschaft von Gabun beim Afrika Cup. Im für den BVB schlechtesten Szenario kommt der 27-Jährige erst nach dem 5. Februar zurück. Zum Auftakt gab es am gestrigen Samstag ein 1:1 gegen Guinea-Bissau. Aubameyang traf zur zwischenzeitlichen Führung. Im jüngsten Test gegen Standard Lüttich (3:0) testete Tuchel André Schürrle als Mittelstürmer, der durchaus gefiel. Auch Marco Reus übte die Rolle schon aus.

Als Nachfolger wurden zuletzt vier Kandidaten gehandelt, von denen aber wohl nur maximal zwei dem Team von Thomas Tuchel unmittelbar weiterhelfen könnten: M’Baye Niang vom AC Mailand und Fedor Smolov vom FK Krasnodar. Wesentlich konkreter ist das Interesse am russischen Nationalspieler Smolov. Nach Informationen von FT ist der BVB bereits seit Dezember mit dem 27-jährigen Torjäger in Kontakt, der zuletzt offen mit einem Wechsel nach Deutschland kokettierte.

May und Pedro nur langfristig interessant

Smolov überzeugt trotz seiner Körpergröße von 1,87 Meter mit technischer Raffinesse und ausgewiesener Torgefahr. Sein spielerisches Profil kongruiert mit den Anforderungen des BVB. Das qualifiziert ihn mindestens, als Backup für Aubameyang zu fungieren. Sein Kontrakt in Krasnodar ist noch bis 2019 datiert. Neben Smolv und Niang werden auch Guillermo May (Club Nacional) und Rui Pedro (FC Porto). Der Urugayer May absolvierte zuletzt ein Probetraining in Dortmund. Allerdings sind beide erst 18 Jahre alt und wenn überhaupt ein Thema für die langfristige Nachfolge.