Am gestrigen Mittwoch sorgte Karl-Heinz Rummenigge für eine faustdicke Überraschung. „Grundsätzlich sind die nicht aus der Welt. Die hat mir auch sein Berater (Christian Nerlinger, d. Red.) kundgetan“, so der Klubchef des FC Bayern über die Wechselgedanken von Jérôme Boateng, „wir wissen daher, dass das Thema möglicherweise auf uns zukommen kann. Wenn ein Verein kommt und er kundtut, dass er zu diesem Verein wechseln möchte, werden wir uns damit befassen.

Zwar betonte Rummenigge, dass die Schmerzgrenze des FC Bayern hoch sei, doch dass der Rekordmeister einen verdienten Spieler überhaupt ins Schaufenster rückt, spricht Bände. Was sind die Gründe für die Boateng-Freigabe? Laut ‚kicker‘ haben die Bayern Zweifel daran, dass Boateng es schafft, langfristig fit zu bleiben. In den vergangenen zwei Saisons stand der Innenverteidiger nur in 52 von 101 möglichen Pflichtspielen für die Münchner auf dem Platz.

Boatengs Verletzungsanfälligkeit hat die Bayern also ins Grübeln gebracht. Auch der Spieler muss nun nachdenken, wie es mit seiner Karriere weitergehen soll. Laut ‚kicker‘ geht die Tendenz beim 29-Jährigen in Richtung Spanien. In diesem Fall kämen nur die beiden Branchenriesen FC Barcelona und Real Madrid infrage. Atlético Madrid hätte wohl wenn überhaupt nur Außenseiterchancen.

FT-Meinung: Die Bayern haben offenbar in der vergangenen Spielzeit bemerkt, dass Niklas Süle fähig ist, Boateng adäquat zu vertreten. Eine vereinsinterne Rekordablöse scheint die Münchner mehr zu reizen, als die Aussicht darauf, einen Boateng mit Wechselgedanken mit allen Mitteln zu halten. Ob es ihn tatsächlich nach Spanien zieht, wird sich zeigen. Noch sind die Gerüchte unkonkret.