Hat man bei Bayer Leverkusen das Kapitel Heiko Herrlich intern schon abgehakt? Laut einem Bericht der ‚Bild‘ ist es „nicht ausgeschlossen“, dass der Übungsleiter auch im Fall von zwei Positiv-Resultaten gegen Schalke und Hertha seinen Stuhl räumen muss.

Fakt ist: Herrlich bewegt sich seit Monaten am Rande einer Entlassung. Schon Ende Oktober, als die Trennung bereits beschlossen schien, zog er seinen Kopf mit zwei Kantersiegen gegen Bremen (6:2) und Mönchengladbach (5:0) aus der Schlinge. Dauerhafte Besserung in spielerischer Hinsicht ist seit dem Zwischenhoch allerdings nicht eingetreten.

Bosz die Wunschlösung?

In Leverkusen wünscht man sich ‚Bild‘ zufolge eine Zusammenarbeit mit Peter Bosz. Der zurzeit vereinslose Niederländer sei „die favorisierte Lösung“, so das Boulevardblatt. Zur Erinnerung: Schon im Sommer 2017 hätte Bayer den ehemaligen Ajax-Coach gerne an Bord geholt. Doch Bosz entschied sich für Borussia Dortmund, wurde dort aufgrund einer Misserfolgsserie aber nach weniger als einem halben Jahr vor die Tür gesetzt.

PlausibelFT-Meinung: Die Frage lautet: Glauben Rudi Völler und Co. grundsätzlich noch daran, dass Herrlich die Kehrtwende schaffen kann? Auf menschlicher Ebene erreicht der 47-Jährige das Team, seine taktischen Ideen fruchteten aber zuletzt nicht. Insofern ist nicht auszuschließen, dass Bayer rund um Weihnachten eine friedliche Trennung vollzieht – selbst wenn die Mannschaft in den verbliebenen beiden Partien gute Leistungen zeigt.