80 Millionen Euro Ablöse bezahlt der FC Bayern für Lucas Hernández – einsamer Bundesliga-Rekord. Die magische 100-Millionen-Grenze werden die Münchner aber vorerst nicht knacken, stellt Präsident Uli Hoeneß im Interview mit der ‚dpa‘ klar: „Dieses Jahr sicherlich nicht. Und ich muss zugeben, auch 80 Millionen hätte ich mir vor zehn Jahren nicht vorstellen können.“

Zuzüglich der Transfers von Benjamin Pavard und Jann-Fiete Arp hat der Rekordmeister bereits 118 Millionen Euro für Sommer-Neuzugänge ausgegeben. Fertig sind die Bayern noch nicht, heiße Gerüchte kursieren um Timo Werner und einen neuen Außenstürmer.

Hoeneß über den Kaderumbruch: „Vor kurzem hieß es noch, mit seiner vorsichtigen Transferpolitik habe der FC Bayern keine Chance mehr, in die Phalanx der englischen und spanischen Topklubs sowie von Paris Saint-Germain einzudringen. Jetzt liefern wir, und die Leute schreien: Wie kann man für einen Spieler 80 Millionen ausgeben?

„Mbappé würde ich sofort kaufen“

Hätte Hoeneß einen Wunsch frei, würde er Weltmeister Kylian Mbappé in die Allianz Arena holen. „Mbappé würde ich sofort kaufen. Der Spieler ist toll“, schwärmt der 67-Jährige, schränkt jedoch zugleich ein: „Aber für den fehlt uns das notwendige Geld.“

Paris St. Germain zahlte eine Sockelablöse von 135 Millionen Euro an die AS Monaco, erfolgsabhängig kann der Betrag auf 180 Millionen anwachsen. Finanzielle Dimensionen, die laut Hoenß auch damit zu tun haben, „dass ausländische Investoren, Oligarchen, amerikanische Hedgefonds und sogar ganze Staaten wie Abu Dhabi und Katar ins Fußballgeschäft eingestiegen sind“.