Zum Auswärtsspiel gegen Schalke 04 fährt der VfL Wolfsburg als krasser Außenseiter. Legt man die letzten Auftritte des Teams von Felix Magath zugrunde, wäre ein Punkt gegen den Champions League-Teilnehmer eine faustdicke Überraschung – selbst wenn die ‚Knappen‘ in dieser Saison selten überzeugten.

In Wolfsburg steht Magath vor der schwierigen Aufgabe, eine Startformation zu finden, die dauerhaft internationalen Ansprüchen genügen könnte. An diesem Anspruch muss sich der Trainer-Manager der ‚Wölfe‘ allerdings messen lassen. „Ich bin von uns weiterhin überzeugt“, stellt Magath im ‚kicker‘ klar. Generell will er einen drohenden Abstiegskampf aber nicht ausschließen: „Das kann fast jeder Mannschaft passieren.“

Sorgen, seinen Job zu verlieren, macht sich Magath angesichts der sportlichen Misere aber nicht. Vielmehr ist der 59-Jährige bemüht, seine Problemfälle in den Griff zu bekommen. „Natürlich denkt man, wenn man eine Mannschaft zusammenstellt, dass man die richtigen Entscheidungen trifft“, sagt Magath, „aber nehmen wir das Beispiel Naldo. Fast jeder hat uns zu diesem Transfer gratuliert. Aber Naldo hat momentan einige Probleme in seinem Spiel. So etwas kostet Punkte, aber es kommt vor, wenn man mit Menschen zu tun hat. Da muss ich ihm helfen.“

Ebenso sei der Verkauf von Torjäger Mario Mandžukić unumgänglich gewesen: „Eine Verlängerung war von unserer Seite aus nicht durchsetzbar. Wir haben ihm ein Angebot mit einer erfolgsabhängigen Komponente gemacht, konnten aber keine Lösung finden. Der Verkauf war dann logisch“.

Zwei Treffer hat der VfL Wolfsburg in dieser Saison erst erzielt. Die zuvor formulierten Ziele sind in weite Ferne gerückt. Dennoch ist Magath ebenso wie VW-Boss Martin Winterkorn davon überzeugt, den achten Platz der Vorsaison übertreffen zu können: „Ich gehe davon aus, dass er recht hat.“ Die nächste Chance, den Bock umzustoßen, bietet sich ausgerechnet bei seinem Ex-Klub Schalke 04.