Douglas Costa hegt keinen Groll gegen Bayern-Präsident Uli Hoeneß. In einem Interview mit ‚Sky Sport‘ erklärt der Flügelstürmer: „Jeder darf sagen, was er denkt. Ich bin ein sehr entspannter Typ und würde ihm das im Nachhinein niemals vorwerfen, dieses Spiel mache ich nicht mit. Jeder weiß genau, was er sagt und muss dann mit den Konsequenzen leben.“

Hoeneß hatte Costa zum Abschied im Sommer mit wenig warmen Worten bedacht. So schimpfte der Patriarch: „Costa hat nicht funktioniert, weil er ein ziemlicher Söldner war, der uns charakterlich nicht gefallen hat.“ Tatsächlich beklagte sich der Brasilianer mehrfach öffentlich über das Leben in München. Hoeneß vermutete dahinter den Schrei nach mehr Gehalt.

„Mir ist der FC Bayern ans Herz gewachsen“

Costa dazu: „Ich habe damals nur das gesagt, was mir auf dem Herzen lag. Hoeneß hat das nicht gefallen, genauso wie mir nicht gefällt, was er sagt. Das alles bedeutet aber nicht, dass ich irgendwas gegen den Verein habe. So denke ich nicht. Aber das alles liegt in der Vergangenheit. Mir ist der FC Bayern sehr ans Herz gewachsen, aber jetzt bin ich bei Juventus. Sie glauben zu 100 Prozent an mich und ich schaue nur noch nach vorne.“

Der 27-Jährige weiter: „Ich bin der festen Überzeugung, dass meine schwierigeren Momente bei den Bayern nicht so schlecht waren, wie sie gemacht worden sind. Ich war nur nicht auf dem Niveau, was die Leute in den ersten Monaten von mir gesehen hatten. Ich verstehe die Enttäuschung darüber. Wenn ich Präsident gewesen wäre, hätte ich vielleicht auch öffentlich etwas gesagt, auch wenn ich das Wort „Söldner“ nicht in den Mund genommen hätte. Aber ich wäre auch sauer gewesen.“ Für Juve bestritt Costa bislang 15 Partien. Einen wirklichen Stammplatz hat er jedoch noch nicht inne.