Früher war der SV Werder Bremen berüchtigt dafür, Talente zu entdecken, sie zu fördern und zu internationalen Topstars zu formen. Doch in den vergangenen Jahren haben die ‚Grün-Weißen‘ diesen Weg verlassen – wenn auch unfreiwillig. Begnadete Fußballer vom Schlag Carlos Alberto oder Marco Arnautovic fanden sich an der Weser gar nicht oder zumindest nur zeitweise so zurecht, dass sie ihr volles Potenzial abrufen konnten.

Wiederentdecken könnte Werder diese Fähigkeit bei Diego Perotti. Der Argentinier vom FC Sevilla gilt in Spanien als herausragender Offensivspieler, ruft seine Qualitäten allerdings zu selten ab. Sevilla-Coach Unai Emery hat ein wenig die Geduld verloren mit dem pfeilschnellen Rechtsfuß, der über beide Außenbahnen wirbeln kann. Deshalb saß der 25-jährige ‚Gaucho‘ in der zurückliegenden Hinrunde oft auf der Bank, zuletzt sogar auf der Tribüne.

Klar ist, dass Perotti die Andalusier im Winter verlassen möchte. Die ‚Marca‘ berichtete am gestrigen Donnerstag, dass ein Leihgeschäft mit Werder Bremen längst beschlossene Sache ist. Thomas Eichin tritt noch die Bremse. „Ich kommentiere keine Namen“, so der Manager laut der ‚Bild‘.

‚El Galgo‘ (Der Windhund), wie Perotti in seiner Heimat genannt wird, umgarnen neben Werder noch weitere Klubs: Der FC Málaga, Tottenham Hotspur und Shakhtar Donetsk. Doch bei Werder könnte Perotti mehr oder weniger sicher sein, dass er spielt. Und wer weiß, ob Eljero Elia über den Sommer hinaus an der Weser bleibt.