Für eine Überraschung sorgte am letzten Tag des Wintertransfermarkts die TSG Hoffenheim. Nach der 1:2-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Eintracht Frankfurt reifte bei den Verantwortlichen der Entschluss, Torhüter Tim Wiese aus der Schusslinie zu nehmen: „Diese Monate, die Tim hier erleben musste, waren für mich unmenschlich, um dann auch auf dem Platz die Leistung bringen zu können. Ich denke, die Verantwortung haben wir genommen, um ihn aus der Situation zu befreien und sich auch Gedanken zu machen, das Ganze sacken zu lassen und stabil zu uns zurückzukommen“, so Manager Andreas Müller.

Bis auf Weiteres soll Heurelho Gomes den ehemaligen deutschen Nationalkeeper ersetzen. Der 31-jährige Brasilianer kommt auf Leihbasis von den Tottenham Hotspurs. Der englische Klub hat seinerseits zwischen den Pfosten seit Saisonbeginn ein Luxusproblem. Mit Brad Friedel und Hugo Lloris kämpfen zwei etatmäßige Stammkeeper um den Platz im Tor. Für Gomes gab es keine Chance auf Einsatzzeiten und so kam das Angebot aus dem Kraichgau gerade recht. „Mit Heurelho Gomes bekommen wir einen Torhüter, der sowohl national als auch international eine Menge Erfahrung auf höchstem Niveau gesammelt hat. Er wird seinen Beitrag dazu leisten, dass die TSG in der Bundesliga bleibt. Davon bin ich überzeugt“, erklärt Müller – und macht unmissverständlich klar, dass für Wiese zunächst die Ersatzbank das höchste der Gefühle sein wird.

Um nicht doch noch in die Abstiegszone zu rutschen, rüstete der 1. FC Nürnberg am letzten Tag der Transferphase noch einmal nach. Der 21-jährige Mittelfeldspieler Muhammed Ildiz kommt von Rapid Wien und soll das spielerische Element beleben. Vorgriffe für die Zukunft sind die Transfers von U18-Nationalspieler Maximilan Dittgen (Schalke 04) und dem gleichaltrigen Nick Weber, der zur kommenden Spielzeit von Borussia Dortmund ins Frankenland wechselt. Der Israeli Almog Cohen hingegen wollte den ‚Club‘ kurzfristig verlassen. Manager Martin Bader segnete den Weggang allerdings nicht ab.