13 Millionen Euro Ablöse hat der Hamburger SV kurz vor Ende des Transfermarkts für Rafael van der Vaart bezahlt. Einen Großteil der Summe stellt Investor Klaus-Michael Kühne zur Verfügung, dem die Verpflichtung des Superstars ein persönliches Anliegen war. Sportlich trägt der Transfer längst Früchte – aus den vergangenen vier Spielen holte der HSV zehn Punkte.

Ich habe das Gefühl, dass hier noch etwas Großes passieren kann. Auch deswegen bin ich zurück“, begründet van der Vaart im ‚kicker‘ seine Entscheidung, nach Hamburg zurückzukehren. Ausschlaggebend war außerdem die persönliche Bindung zum Klub und zur Stadt, die über Jahre gewachsen ist: „Es gab nicht diesen einen Moment, das ist gewachsen. Es ging los bei meinem Wechsel 2005 – Hamburg war für uns, als kämen wir in ein warmes Bad.“

Die Beziehung sei insbesondere dann noch einmal inniger geworden, als van der Vaart einen der „größten Fehler“ seiner Karriere machte. Weil er den HSV verlassen wollte, ließ er sich im Trikot des FC Valencia ablichten. „Es war eine blöde Aktion von mir“, blickt van der Vaart zurück, „aber es ist wie in einer Beziehung. Aus Tiefen geht man gestärkt hervor, die Bindung wurde danach noch stärker.“

Die Aktion haben die Hamburger Fans ihrem Liebling längst verziehen. Inzwischen ist der 29-Jährige im jungen Team Führungsspieler. Sollte van der Vaart seine Form seit der Rückkehr konservieren, ist für den HSV in dieser Saison einiges möglich – 13 Millionen Euro plus fürstliches Gehalt sollten dann gut angelegt sein.