Die vergangene Woche möchte man in Dortmund schnellst möglich zu den Akten legen. Nach dem DFB-Pokal-Aus in Bremen (2:3) und der empfindlichen Niederlage bei Bayer Leverkusen (3:4) soll vor heimischem Publikum wieder ein Sieg her. Dem stellt sich allerdings die formstarke Eintracht in den Weg, die in diesem Kalenderjahr bisher vier Siege und ein Unentschieden eingefahren hat.

Was Dortmund Mut machen kann, ist das Vertrauen in die eigene Heimstärke. Seit Favres Amtsübernahme hat der BVB nur eines von 27 Heimspielen verloren (21 Siege, fünf Remis). Dem gegenüber steht die Auswärtsschwäche der Eintracht. In der Fremde konnten die Frankfurter in dieser Bundesligasaison erst magere sieben Punkte einfahren, belegen dadurch Platz 16 der Auswärtstabelle.

Die blanken Zahlen sagen demnach einen klaren Sieg des BVB voraus. Doch die vergangenen Wochen haben in der Defensive der Schwarz-Gelben eklatante Schwächen offenbart. Das wird die Eintracht versuchen zu nutzen, denn neben einer stabilen Abwehr überzeugen die Adlerträger seit dem Jahreswechsel auch mit einer gut geölten Offensive.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Da Marco Reus (30) und Julian Brandt (23) dem BVB in den nächsten Wochen fehlen werden, ist Trainer Lucien Favre gezwungen, seine Mannschaft umzubauen. Wahrscheinlich ist gegen die starke Flügelzange der Eintracht die Rückkehr zur Dreierkette mit Raphaël Guerreiro (26) und Achraf Hakimi (21) auf den Außenpositionen. In vorderster Front stellt sich die Mannschaft angesichts der beiden Ausfälle schon beinahe von selbst auf.

Eintracht-Trainer Adi Hütter kann bis auf die Langzeitverletzten Marco Russ (34), Gelson Fernandes (33) und Lucas Torró (25) personell aus dem Vollen schöpfen. David Abraham (33) dürfte seine Leistenprobleme überwunden haben. Ansonsten könnten auch Stefan Ilsanker (30) und Makoto Hasebe (36) für den Innenverteidiger einspringen.