Ungewöhnlicher Umweg

Dani Olmo ging durchaus einen ungewöhnlichen Weg. Obwohl er als eines der größten Talente in La Masia galt, wechselte der offensive Mittelfeldspieler 2014 vom FC Barcelona zu Dinamo Zagreb. Von seinen Teamkollegen wurde er deshalb seltsam angesehen, wie Olmo in einem Interview mit ‚La Razón‘ verriet: „Ein bisschen schon, ja. Ich war der erste Spieler, der nach Kroatien ging. Aber ich habe mich dafür entschieden, weil es das Beste für meine Zukunft war.“ Olmo präzisierte: „Die Entscheidung fiel damals nicht von einem Tag auf den anderen, am Ende haben wir gemeinsam entschieden. Heute ernten wir die Früchte.“ Dinamo ist für seine hervorragende Jugendarbeit bekannt. Der mittlerweile 21-Jährige verlässt Zagreb als Leistungsträger und einer der besten Spieler der Vereinsgeschichte in Richtung Leipzig.

Europameister & Debüttreffer

Während seiner Zeit in Kroatien fiel Olmo zwischenzeitlich aus dem Blickfeld der spanischen Juniorennationalteams. Bei der U21-Europameisterschaft war er jedoch eine tragende Säule und trug drei Treffer zum Titelgewinn bei. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich durch starke Leistungen für Dinamo schon längst auf die Wunschliste großer Klubs gespielt. Im November 2019 folgte schließlich Olmos Debüt für die A-Nationalmannschaft. Beim 7:0 im EM-Qualifikationsspiel gegen Malta wurde der Rechtsfuß eingewechselt und erzielte schon nach drei Minuten sein erstes Länderspieltor.

BVB-Interesse

2017/18 schaffte Olmo den großen Durchbruch in Dinamos Profiteam. Aus der Bundesliga gab es damals schon reges Interesse. Berater Juanma López bestätigte im September 2018 sogar das Interesse von Borussia Dortmund. Auch der FC Bayern und Bayer Leverkusen waren an Olmo dran. Gehandelt wurde der technisch beschlagene Spielmacher auch bei Juventus Turin, dem AC Mailand, Real Madrid sowie Ausbildungsklub Barcelona. Letzlich blieb Olmo – auch um sich seinen „Traum“ von der Champions League mit Dinamo zu erfüllen.

Trainer-Vater

Der größte sportliche Mentor des Youngsters ist übrigens sein eigener Vater. Miquel Olmo (54) ist Fußballtrainer, coachte unter anderem den CE Sabadell 44 Mal in der zweiten spanischen Liga, zuletzt war bis 2016 in Bahrain tätig. „Wir reden ständig über Fußball“, sagt Olmo junior, „er hilf mir, mich zu verbessern“. Mit seinem Vater analysiert Leipzigs Neuer seine Spiele: „Es geht um Situationen, in denen ich mich besser hätte verhalten können. Wir analysieren das, damit es sich im nächsten Spiel nicht wiederholt.“

Prominente Vorbilder

Neben seinem Vater hat Olmo sehr prominente weitere Vorbilder. „Als ich noch ein Neuner war, habe ich immer Diego Forlán verfolgt“, ließ er wissen, „später, als ich anfing im offensiven Mittelfeld zu spielen, waren es auch Andrés Iniesta und Lionel Messi.“ Von den beiden Barça-Legenden hat er sich einiges abgeguckt. „Wenn ich den Ball habe, versuche ich gerne zu dribbeln, den Verteidiger aussteigen zu lassen“, beschreibt Olmo seine Spielweise, „aber ich mag auch das assoziative Spiel, die Kombinationen mit meinen Mitspielern“. Also einen Stil, den Julian Nagelsmann in Leipzig immer mehr zu implementieren versucht. Olmo könnte dabei ein wichtiger Mosaikstein sein.




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