Tor

Bernd Leno wurde für 25 Millionen Euro von Bayer Leverkusen losgeeist und dürfte die besten Karten auf den Platz im Tor haben. Doch Vorsicht: Mit Petr Cech hat der gebürtige Schwabe einen der besten Premier League-Torhüter der vergangenen Jahrzehnte im Nacken. Sollte Leno keine Souveränität ausstrahlen, wird Emery keine Skrupel vor einem Tausch haben. David Ospina gilt nach der Leno-Verpflichtung als Wechselkandidat.

Abwehr

Die große Konstante in der Gunners-Abwehr heißt seit Jahren Laurent Koscielny. Das Problem: Der Franzose fällt mit einem Kreuzbandriss noch bis Jahresende aus. Die, die es jetzt richten müssen, sind Neuverpflichtung Sokratis und Shkodran Mustafi. Dessen Leistungen zuletzt? Licht und Schatten. Calum Chambers und Rob Holding haben dahinter berechtigte Hoffnung auf Einsätze.

Gesetzter Rechtsverteidiger ist Héctor Bellerín, der mit Stephan Lichtsteiner einen äußerst routinierten Backup bekommen hat. Hinten links hat Nacho Monreal in den nächsten Wochen keine Konkurrenz durch den am Knie verletzten Sead Kolasinac. Aber auch so könnte der erfahrene Spanier die Nase vorn haben. Dass er mit Emery einen Landsmann als Trainer hat, dürfte sicher kein Nachteil sein.

Mittelfeld

Im defensiven Mittelfeld war Granit Xhaka vergangene Saison gesetzt. Unklar ist allerdings noch, ob ihn Emery genauso schätzt wie Arsène Wenger. In der Vorbereitung setzte der Spanier bislang gerne auf Mohamed Elneny, der an der Startelf schnuppert. Dasselbe gilt für Neuzugang Lucas Torreia. Wahrscheinlicher ist aber zunächst, dass WM-Rückkehrer Xhaka und Aaron Ramsey auf der Sechs beziehungsweise Acht beginnen werden. Daneben wird Talent Mattéo Guendouzi mit großer Wahrscheinlichkeit Einsätze bekommen.

Nach seinem aufsehenerregenden Rücktritt aus der Nationalmannschaft wird Mesut Özil froh sein, sich nun voll auf Arsenal konzentrieren zu können. Der 29-Jährige ist gemeinsam mit Henrikh Mkhitaryan der beste Fußballer im Kader und sollte sich um seine Rolle eigentlich keine Sorgen machen müssen. Dagegen fällt Alex Iwobi etwas ab, könnte deshalb auf links vom bekanntlich pfeilschnellen Pierre-Emerick Aubameyang verdrängt werden.

Sturm

Aubameyangs Paradedisziplin ist aber nach wie vor das Toreschießen. Ob sich Emery dieser Scorerqualitäten im Zentrum berauben will, ist zumindest fraglich. Das Gros der Saison dürfte der Ex-BVB-Torjäger daher im Sturmzentrum verbringen. Falls er doch mal nach außen ausweichen muss, hat sein Trainer mit Alexandre Lacazette einen kaum weniger torgefährlichen Angreifer in petto.