Ich warte auf ihn, doch ich finde ihn hier nicht“, Thomas Tuchel war im Januar noch ziemlich sauer, dass der Transfer seines Wunschspielers Idrissa Gueye im Wintertransferfenster nicht mehr zustande kam. Ende Juli war es dann im zweiten Anlauf endlich soweit. Der defensive Mittelfeldspieler verließ den FC Everton gegen eine Gebühr von 30 Millionen und wechselte in die französische Hauptstadt.

Bei seiner Ankunft in Paris wurde Gueye klar, welchen Stellenwert er beim ehemaligen BVB-Coach genießt. Laut der ‚Times‘ wies Tuchel den Abräumer an, „sich nicht zu ändern“, sondern erwartete, dass sich die Pariser Mannschaft der Spielweise des 30-Jährigen anpasst. Dieser zahlt seitdem das Vertrauen seines Trainers eindrucksvoll zurück.

Wenn Gueye spielt, dann immer die vollen 90 Minuten. Im Starensemble des französischen Meisters sichert der Sechser das Mittelfeld, erobert Bälle, fängt Pässe ab und gewinnt Zweikämpfe. Im Kader von Thomas Tuchel ist der senegalesische Nationalspieler einer der wenigen Arbeiter. Eine interessante Statistik untermauert, wie wichtig der Abräumer für die Mannschaft ist.

Steht der Senegalese auf dem Platz, gewinnt Paris – so einfach lautet die aktuelle Rechnung. Natürlich entscheidet Gueye nicht im Alleingang jede Partie. In den acht Pflichtspielen, an denen der Sechser mitwirken konnte, gewann PSG allerdings jedes mal null. Zweimal musste der 30-Jährige aussetzen – beide Spiele verlor Paris mit jeweils zwei Gegentoren. Tuchels Warten auf seinen Wunschspieler hat sich jedenfalls gelohnt.