Beim gestrigen Coppa Italia-Halbfinale zwischen dem AC Mailand und Juventus Turin (1:1) war nicht etwa Zlatan Ibrahimovic der entscheidende Akteur für die Rossoneri, sondern Ante Rebic. In der 61. Minute verwandelte der 26-Jährige eine starke Vorarbeit von Samu Casteillejo per Luftabnahme zur 1:0 Führung. Es war bereits der fünfte Treffer in den vergangenen fünf Spielen für die Frankfurt-Leihgabe.

Rebic entpuppt sich als Mittelstürmer“, wundert sich die ‚Tuttosport‘ zurecht. Der plötzliche Aufschwung des Kroaten war nach einer katastrophalen Hinrunde nicht abzusehen. Magere 178 Pflichtspielminuten absolvierte Rebic, ein Tor gelang dem Neuzugang aus Frankfurt nicht.

Nur wenige Tifosi glaubten noch daran, dass die Leihe des 26-Jährigen künftig in eine Festverpflichtung mündet. Sogar eine vorzeitige Rückkehr in die Mainmetropole stand zeitweise zur Debatte.

Renaissance dank Ibra

Mit Zlatan Ibrahimovic wurde Rebic im Januar ein weiterer Stürmer vor die Nase gesetzt. Doch von der Anwesenheit des 38-jährigen Schweden scheint kein Spieler so zu profitieren, wie der dynamische Kroate. Ibrahimovic zieht wie kaum ein Zweiter die komplette Aufmerksamkeit der Abwehrreihen auf sich. Die dadurch entstehenden Räume kann Rebic, der im neuen System von Trainer Stefano Pioli öfter auf den linken Flügel ausweicht, ausgiebig nutzen.

Ich habe einen Spieler wie Rebic reingebracht, von dem ich mir eine Tempoveränderung erhofft habe und er verdient Anerkennung für seinen Einfluss“, erklärte Pioli nach dem 3:2-Sieg gegen Udinese Calcio, bei dem Rebic als Joker zwei Treffer beisteuern konnte. Dass der Vize-Weltmeister ausgerechnet unter Pioli seinen Torriecher wiederentdeckt, ist nicht selbstverständlich.

Mit dem 54-Jährigen überwarf sich der Angreifer während seiner Leihe beim AC Florenz und brach im Januar 2016 seine Zelte vorzeitig wieder ab. Doch der Zwist aus vergangenen Tagen scheint vergessen. Und so scheint es, als ob die Leihe von Rebic in Mailand endlich eine Erfolgsgeschichte werden kann.