Relativ lapidar erläuterte Michael Zorc im Sommer den Wechsel von Abdou Diallo zu Paris St. Germain. „Das hat sich so ergeben“, meinte der Sportdirektor von Borussia Dortmund, „Abdou hat für sich entschieden, dass er eine andere Herausforderung annehmen möchte und für uns hat es wirtschaftlich gepasst.“

Tatsächlich war Diallo mehr oder weniger auf der Flucht, der BVB hatte nämlich zuvor die Rückkehr von Mats Hummels unter Dach und Fach gebracht. Diallo sah seine Chancen auf einen Stammplatz schwinden, da kam das Interesse von PSG gerade recht.

CL-Reservist

So wirklich gesetzt ist Diallo in Paris aber nicht. Zwar schenkte Thomas Tuchel dem Linksfuß in bislang 16 Spielen sein Vertrauen – insbesondere in den Top-Spielen in Liga und Champions League erhalten jedoch andere den Vorzug. In der TV-Sendung ‚Canal Football Club‘ bewertete der Verteidiger am Sonntag seine Situation.

Wenn du in einem solchen Klub ankommst, musst du immer mit Konkurrenzkampf rechnen“, sagte Diallo, „es gibt hier niemals eine Stammplatzgarantie. Man muss Reißzähne zeigen und versuchen, seine Chancen zu nutzen.“

Starke Konkurrenz

Mit Thiago Silva, Marquinhos und Presnel Kimpembe hat Diallo prominente Konkurrenz im Abwehrzentrum, links hinten muss er sich gegen Juan Bernat und Layvin Kurzawa behaupten.

Ich strebe immer danach, besser zu werden“, sagte der 23-Jährige weiter, „es ist nicht unlogisch, was gerade passiert. Wenn aber mein Moment kommt, werde ich versuchen, abzuliefern.“ Damit nicht auch in Paris eines Tages lapidar sein Abgang verkündet wird.