Der 15. Mai 2018 wird als der wohl dunkelste Tag in die Geschichte von Sporting Lissabon eingehen. Während die Profi-Mannschaft der Grün-Weißen auf dem Trainingsgelände ihrer Arbeit nachgeht, versammelt sich draußen ein Mob maskierter Hooligans. Sie dringen in den Trainingskomplex ein und greifen die Spieler tätlich an.

Gelson Martins kam damals mit dem Schrecken davon. Ihm erging es nicht so schlimm wie beispielsweise Stürmer Bas Dost, dem die Kriminellen eine Platzwunde am Kopf zugefügt hatten. Aber auch der aktuell vielleicht wertvollste Profi der portugiesischen Liga zog seine Konsequenz aus dem Vorfall, reichte gemeinsam mit fünf seiner Kollegen und Trainer Jorge Jesus die Kündigung ein.

Das Kapitel Sporting ist für Martins damit beendet. Er wird es verschmerzen können, immerhin reißen sich die größten Klubs Europas um den Rechtsaußen. In England – eine Aufzählung erübrigt sich – sind das sämtliche Topklubs. Aus der Bundesliga Borussia Dortmund und Bayern München. Und schließlich wäre da noch der FC Barcelona.

Soweit nur die namentlich größten Kandidaten. So oder so: Um seine Zukunft wird sich Martins keine Sorgen machen müssen. Er kann sich somit ganz auf die WM konzentrieren und den Rest seinen Berater machen lassen. Sollte er beim Turnier in Russland überzeugen, dürfte das Gezerre um seine Dienste noch größer werden. Heute Abend um 20:00 Uhr hat er im iberischen Klassiker gegen Spanien die erste Chance, sich der Welt zu präsentieren.