Terodde beim HSV: Der Aufstiegsfaktor

Mit fünf Siegen aus den ersten fünf Saisonspielen legte der Hamburger SV den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte hin. Den entscheidenden Anteil am Erfolg trägt Torjäger Simon Terodde bei, der dem Dino tatsächlich die ersehnte Bundesliga-Rückkehr bescheren könnte.

Simon Terodde bejubelt einen seiner Doppelpacks für den HSV
Simon Terodde bejubelt einen seiner Doppelpacks für den HSV ©Maxppp

In der zweiten Bundesliga hieß in den Spielzeiten 2015/16, 2016/17 und 2018/19 der Torschützenkönig Simon Terodde. Gut möglich, dass am Ende der Spielzeit 2020/21 die vierte Torjägerkanone für den Angreifer in Diensten des Hamburger SV herausspringt.

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Am Wochenende erzielte der 32-Jährige beim 3:1-Sieg über die Würzburger Kickers bereits seinen dritten Doppelpack der laufenden Saison und steht nach fünf Einsätzen bei sechs Treffern. Im Schnitt trifft der Mittelstürmer alle 65 Minuten das Tor. Ebenso bedeutsam war jedoch die Gier und Energie, die der Routinier ausstrahlte.

Mehr als nur Torjäger

Nach jedem Fehlschuss servierte Terodde Würzburg-Schlussmann Fabian Giefer den Ball zum Abstoß, damit die Rothosen so schnell wie möglich die nächste Gelegenheit erhielten, den 0:1-Rückstand zu drehen.

„Das war etwas Entscheidendes“, schwärmte HSV-Coach Daniel Thioune im Anschluss an die Partie, „ich messe ihn in dieser Partie noch mehr an seiner Performance als an seinen zwei Toren. Simon ist menschlich und sportlich ein Gewinn. Er zündet die Jungs an.“

Auch Würzburgs Trainer Marco Antwerpen hatte nur Lob für den beim 1. FC Köln aussortierten Stürmer übrig: „Simon Terodde ist eine absolute Tormaschine. Der HSV kann froh sein, dass er ihn verpflichtet hat.“ Dabei waren die Wechselumstände des Torjägers in die Hansestadt recht kurios.

Prämie für den Nichtaufstieg

In Köln war man dazu bereit, den einstigen Aufstiegsheld mit rund 700.000 Euro abzufinden und ablösefrei in den Norden ziehen zu lassen. Falls am Ende der Saison der Aufstieg misslingen sollte, übernehmen die Domstädter sogar die Aufstiegsprämie von 200.000 Euro – das Vertrauen in Teroddes Torjägerqualitäten in Liga zwei war am Geißbockheim scheinbar noch vorhanden. Der HSV hätte wohl nichts dagegen, wenn er die Summe am Ende der Saison aus eigener Tasche zahlen müsste.

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