Vertragsende 2022: Wer verlässt die Hertha?

Acht Verträge laufen bei Hertha BSC am Saisonende aus. Wer verlängert? Wer wechselt? FT wirft einen Blick auf den aktuellen Stand der Dinge.

Niklas Stark und Kevin-Prince Boateng nach der Partie gegen den 1. FC Köln
Niklas Stark und Kevin-Prince Boateng nach der Partie gegen den 1. FC Köln ©Maxppp

Nils-Jonathan Körber (24): Da Rune Jarstein (37) die Folgen seiner Corona-Erkrankung noch immer nicht komplett überwunden hat, belegt Körber aktuell Platz drei in Herthas Torhüter-Hierarchie hinter Alexander Schwolow (29) und Oliver Christensen (22). Im Sommer sollen Anfragen vom 1. FC Nürnberg und Heracles Almelo eingetrudelt sein – wahrscheinlich, dass Körber das Kapitel Hertha schließt, um sich woanders zu beweisen.

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Niklas Stark (26): „Poker vertagt“, berichtete der ‚kicker‘ vor einigen Tagen über die seit Wochen stockenden Gespräche zwischen Stark und der Alten Dame. Beide Seiten wollen demzufolge erst einmal die Entwicklung in den kommenden Wochen abwarten, bevor sie sich wieder zusammensetzen. Sicher ist: Starks ablösefreier Abgang wäre ärgerlich für die Hertha – immerhin ist der Innenverteidiger ein Nationalspieler im besten Fußballeralter, war in den vergangenen Jahren sportlich wertvoll und in der Branche phasenweise äußerst gefragt. Für eine Tendenz ist es allerdings noch zu früh.

Linus Gechter (17): Der Innenverteidiger wurde neulich vom englischen ‚Guardian‘ unter den 60 vielversprechendsten Talenten aus dem Jahrgang 2004 oder jünger gelistet – eine bemerkenswerte Auszeichnung. Damit die Berliner nach Lazar Samardzic (19, Udinese Calcio) und Luca Netz (18, Borussia Mönchengladbach) nicht noch ein Toptalent verlieren, sollten sie bei Gechter, Kapitän von Deutschlands U18-Nationalmannschaft, diesmal nichts anbrennen lassen.

Lukas Klünter (25): Seit Wochen fällt Klünter mit einer Schulterverletzung aus. Das ist aus seiner Sicht besonders ärgerlich vor dem Hintergrund, dass sich der flinke Rechtsverteidiger aktuell nicht für einen neuen Vertrag empfehlen kann. Zumindest ein paar Kurzeinsätze ließ ihn Trainer Pál Dárdai zuvor absolvieren. Dennoch könnte es mit einer Verlängerung schwierig werden.

Peter Pekarik (34): Dieser Pekarik ist einfach nicht totzukriegen. Gegen Eintracht Frankfurt durfte der fleißige Slowake bereits zum vierten Mal in dieser Spielzeit von Beginn an auflaufen. Dabei profitiert der Routinier einerseits von Klünters Verletzung, andererseits von seiner defensiv größeren Verlässlichkeit im Vergleich zu Konkurrent Deyovaisio Zeefuik (23). Darf er weiter so eifrig Spielminuten sammeln, könnte die nächste Verlängerung winken.

Kevin-Prince Boateng (34): Dárdai machte jüngst keinen Hehl daraus, dass sein Rückkehrer kein Dauerbrenner mehr wird: „Entweder spielt Kevin eine gute Halbzeit oder 60 Minuten. Das ist immer der Plan. Und das wussten wir bei ihm vorher.“ Sollte für Boateng bei seinem Heimatverein im kommenden Sommer schon wieder Schluss sein, dürfte das nach den aktuellen Eindrücken niemanden überraschen. Nur wenn der Mittelfeldmann noch einmal sein Fitnesslevel anheben und größeren Einfluss auf das Spiel seiner Mannschaft ausüben kann, könnte Bewegung in die Sache kommen.

Dennis Jastrzembski (21): Der Flügelstürmer war eigentlich schon raus bei der Alten Dame, schließlich konnte er auch bei seinen Leihstationen SC Paderborn und Waldhof Mannheim nicht allzu viele Glanzpunkte setzen. Dárdai jedoch hält einiges von Jastrzembski, sonst hätte er den Blondschopf nicht bereits in sechs Profispielen dieser Saison aufgeboten. Um seine Argumente für eine Verlängerung merklich zu verbessern, müsste Jastrzembski allerdings noch mehr in Erscheinung treten und auch mal den einen oder anderen Scorerpunkt beisteuern.

Ishak Belfodil (29): Offiziell vermeldet hat Hertha Belfodils Vertragslänge bei dessen Verpflichtung im Sommer nicht. Vieles deutet jedoch daraufhin, dass der Ex-Hoffenheimer nur einen Einjahresvertrag erhalten hat. Damit der Kontrakt ausgedehnt wird, müsste von Belfodil mehr kommen als in den vergangenen Wochen. Scorerpunkte sucht man in seiner Statistik noch vergeblich, 220 Spielminuten in fünf Partien sind ebenfalls nicht berauschend.

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