FC Bayern: Hainer zur Flick-Debatte und Kaderkritik

Bayern München entgleiten aktuell die Diskussionen um Cheftrainer Hansi Flick, weil dieser ein Bekenntnis zu seinem Arbeitgeber vermeidet. Nun versucht Präsident Herbert Hainer die Wogen zu glätten.

Herbert Hainer ist Präsident beim FC Bayern
Herbert Hainer ist Präsident beim FC Bayern ©Maxppp

Verlässt Hansi Flick den FC Bayern im Sommer? Die Verantwortlichen wollen bislang nichts davon wissen, doch solange vom Cheftrainer keine Klarstellung kommt, köcheln die Spekulationen weiter. Dass es zwischen Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic nicht passt, ist jedenfalls ein offenes Geheimnis.

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Nun schaltet sich Bayern-Präsident Herbert Hainer in die Debatte um Flicks Zukunft ein. Wie die anderen hohen Klubvertreter Oliver Kahn und Karl-Heinz Rummenigge pocht der ehemalige Adidas-Chef auf das gemeinsame Vertragsverhältnis bis 2023. „Ich habe in meiner Karriere viele Verträge unterschrieben und bin es gewohnt, dass Verträge erfüllt werden“, sagte Hainer bei ‚Sky90‘.

„Er weiß, was er bei den Bayern hat“

„Davon gehe ich fest aus“, antwortete der 66-Jährige auf die Frage, ob er glaube, dass Flick seinem Arbeitgeber treu bleibt. „Er weiß, was er an Bayern hat.“ Angesprochen auf dessen Querelen mit Salihamidizic zeigte sich Hainer diplomatisch: „Beide sind zwei sehr einfühlsame Charaktere. Wichtig ist, dass beide das gleiche Ziel haben. Was sie in den letzten Monaten gemeinsam erreicht haben, ist großartig.“

Zuletzt ließ Flick mit einer Breitseite gegen den Sportvorstand aufhorchen, als er bemerkte, der Kader habe sich gegenüber der Vorsaison verschlechtert. „Wir haben im Sommer klargestellt, dass wir die Kadertiefe erweitern wollen“, entgegnete Hainer nun, „wir haben seit einem Jahr Corona und einen Verlust von rund 150 Millionen Euro. Wir hätten liebend gerne einen Kader mit 30 Topspielern, aber den können wir nicht bezahlen.“

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