Barça-Boss Tusquets: „Messi-Verkauf wäre richtig gewesen“

Der FC Barcelona kämpft um sein wirtschaftliches Überleben. Übergangsklubboss Carlos Tusquets weiß, dass ein Verkauf von Superstar Lionel Messi vernünftig gewesen wäre.

Lionel Messi ist sechsfacher Weltfußballer
Lionel Messi ist sechsfacher Weltfußballer ©Maxppp

Als Chef des Verwaltungsausschusses leitet Carles Tusquets kommissarisch die Geschicke des FC Barcelona, bis im Frühjahr ein neuer Klubpräsident sein Amt antritt. Der 69-jährige Funktionär muss die finanziell arg gebeutelten Katalanen durch eine der turbulentesten Phasen der Vereinsgeschichte führen.

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Als Krisenmanager nimmt Tusquets freilich eine andere Perspektive als die sportlich Verantwortlichen ein. So stellt der Übergangsboss eine These auf, die ein Trainer oder ein Sportdirektor wohl niemals öffentlich zu formulieren wagen würden: „Wirtschaftlich gesehen wäre es richtig gewesen, Messi zu verkaufen,“ sagt Tusquets beim Radiosender ‚RAC1‘, „dies müsste dann aber mit dem Trainerstab vereinbart werden.“

Der zurückgetretene Josep Maria Bartomeu hatte die finanzielle Notwendigkeit eines Messi-Abgangs ignoriert, stattdessen verweigerte er dem wechselwilligen Superstar die Freigabe. Dem Ex-Präsidenten ging es um Glamour und Weltklasse, nicht um Konsolidierung.

Neymar nur ablösefrei

Dass bei Barça nun andere Zeiten angebrochen sind, unterstreicht auch Tusquets' Antwort auf Neymars Ankündigung, wieder mit erwähntem Messi spielen zu wollen: „Neymar könnte nur ablösefrei kommen. Wenn nicht verkauft wird, gibt es kein Geld für Verpflichtungen. Das wäre nicht zu stemmen.“

Da der brasilianische Zauberfuß allerdings noch bis 2022 an Paris St. Germain gebunden ist, käme kein Klub dieser Welt um eine Ablöse herum. Damit Neymars Wunsch in Erfüllung geht, müssten die Blaugrana also ganz viel Tafelsilber verkaufen – oder aber Messi kehrt Barcelona den Rücken.

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