Elvedi im FT-Interview: „Möglich, dass ich meinen Vertrag verlängere“

Nico Elvedi ist aus der Startaufstellung von Borussia Mönchengladbach nicht mehr wegzudenken und ist mit den Fohlen noch in allen drei Wettbewerben vertreten. Im FT-Interview spricht der Innenverteidiger über seine Zukunftspläne, Vertragsgespräche mit Max Eberl und seinen neuentdeckten Torriecher.

Nico Elvedi schnürte gegen den BVB einen Doppelpack
Nico Elvedi schnürte gegen den BVB einen Doppelpack ©Maxppp

FT: Kurz nach Ihrem Wechsel 2015 nach Mönchengladbach sagten Sie uns im ersten FT-Interview, in Gladbach sei „alles eine Dimension größer als vorher“. Mittlerweile bilden Sie mit Matthias Ginter eine eingespielte Innenverteidigung. Wird Ihnen schwindelig, wenn Sie auf die Entwicklung der vergangenen fünfeinhalb Jahre zurückblicken?

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Nico Elvedi (24): „Fünfeinhalb Jahre sind wirklich eine lange Zeit und wenn ich zurückblicke, kann ich sagen, dass der Wechsel zu Borussia damals die absolut richtige Entscheidung war, weil ich mich in dieser Zeit enorm weiterentwickelt habe. Als ich im Alter von 18 Jahren hier ankam war ich sicher noch ein klein wenig unsicher. Aber ziemlich schnell bin ich regelmäßig zum Einsatz gekommen und nach mittlerweile über 150 Bundesligaspielen habe ich inzwischen viel Erfahrung und bin deutlich ruhiger am Ball. Zudem habe ich von jedem Trainer hier etwas gelernt und auch unter Marco Rose noch einmal einen großen Schritt nach vorne gemacht. Es ist also viel passiert in der Zeit.“

Vor kurzem erklärten Sie im Interview mit ‚Fohlen Hautnah‘, dass Sie sich am Niederrhein längst heimisch fühlen, sich aber auch Gedanken über Ihre weitere Karriereplanung machen. Bis wann wollen Sie selbst die Entscheidung treffen, wie es weitergeht?

„Ja, das stimmt, ich fühle mich hier sehr wohl und in gewisser Weise heimisch. Wir haben einfach eine tolle Truppe, in der es richtig Spaß macht, Fußball zu spielen. Zudem stimmen hier die Rahmenbedingungen. Ich setze mir da keine Deadline oder ähnliches, sondern lasse alles in Ruhe auf mich zukommen.“

Vor rund einem Jahr verlängerte sich Ihr Vertrag per Option bis 2022. Max Eberl kündigte bereits im Sommer an, „dass es irgendwann Gespräche geben wird“. Haben die Gespräche mittlerweile stattgefunden und wenn Nein, freuen Sie sich darauf?

„Mein Berater steht mit Max Eberl im Kontakt. Natürlich überlege ich auch, wie meine weitere Karriereplanung aussehen soll. Aber noch steht da nichts fest. Fakt ist: Es gefällt mir ausgezeichnet in Gladbach, ich weiß, was ich an diesem Verein habe. Und wenn man mal auf die sportliche Entwicklung schaut: Wir stehen im Achtelfinale der Champions League, sind in der Bundesliga im Rennen um die Europapokalplätze und auch noch im DFB-Pokal vertreten. Es läuft einfach sehr gut aktuell. Daher ist es auch durchaus möglich, dass ich meinen Vertrag noch einmal verlängere.“

Welche Liga außer der Bundesliga reizt Sie und wo wollen Sie in Ihrer Karriere auf jeden Fall noch einmal auflaufen?

„Das ist nicht einfach, zu beantworten, weil ich mich – wie bereits gesagt – in Deutschland und speziell in Gladbach sehr wohl fühle. Vielleicht verspüre ich irgendwann mal die Lust, in einem anderen Land zu spielen. Für den Moment stelle ich mir die Frage nicht. Ich werde nicht wechseln, nur um mal eine Luftveränderung zu verspüren.“

In den beiden Bundesliga-Spielen gegen Dortmund und Bremen erzielten Sie drei Tore, einen Doppelpack gegen den BVB. Woher kommt der plötzliche Torriecher und wie viele Tore haben Sie sich für die kommenden Spiele vorgenommen?

„Es ist natürlich ein tolles Gefühl, auch als Verteidiger mal ein Tor zu schießen. Wegen meiner Kopfballstärke komme ich bei Standardsituationen oftmals mit nach vorne und aktuell stehe ich wohl häufig genau an der richtigen Stelle. Vielleicht klappt es demnächst wieder eine längere Zeit nicht so gut wie aktuell, aber ich will den Lauf natürlich gerne verlängern.“

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