Pepi-Coup: So stach Augsburg Real, die Bayern und Wolfsburg aus

Mit Ricardo Pepi schnappt sich der FC Augsburg eines der größten Talente des aufstrebenden US-amerikanischen Fußballs. Die Fuggerstädter stechen beim Transfercoup nicht nur den VfL Wolfsburg aus.

Ricardo Pepi wurde ins MLS Allstar-Team gewählt
Ricardo Pepi wurde ins MLS Allstar-Team gewählt ©Maxppp

Für den FC Augsburg startet das Jahr 2022 mit einem echten Paukenschlag. Real Madrid, Wolverhampton Wanderers, Ajax Amsterdam, FC Bayern – nichts da, Ricardo Pepi entscheidet sich für einen Wechsel in die bayrisch-schwäbische Fußball-Provinz.

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Probetraining bei den Bayern

Was auf den ersten Blick kaum zu glauben ist, wird umso logischer, je mehr man die Hintergründe kennt. Das Interesse war groß am US-Amerikaner. Bei den Bayern hatte der 18-Jährige vom FC Dallas, mit dem der Bundesliga-Abomeister eine strategische Partnerschaft pflegt, sogar im Februar des vergangenen Jahres auf dem vereinseigenen Campus ein Probetraining absolviert.

Später verabschiedete sich aber der Rekordmeister aus dem Rennen, da für einen Perspektivspieler, der noch keine Aussichten auf regelmäßige Spielzeiten bei den Profis hat, nicht so viel Geld investiert werden sollte.

Mit einem Bein in Wolfsburg

Mit dem VfL Wolfsburg war Pepi hingegen vermeintlich schon klar, der Transfer fast ausgehandelt. Wie der ‚kicker‘ berichtet, stieg Mitte der vergangenen Woche aber die Ablöse auf über 15 Millionen Euro und die Niedersachsen stiegen ihrerseits aus.

Warum aber kann sich der FCA einen solchen Spieler leisten, für den laut Fabrizio Romano umgerechnet fast 18 Millionen Euro fällig werden? Im vergangenen Jahr stieg mit der Bolt Football Holdings Germany und dem Blackstone-Manager David Blitzer ein finanzstarker US-Investor beim Bundesligisten ein und erwarb 45 Prozent der Klubanteile.

Pepi soll wohl als Aushängeschild und Gallionsfigur aufgebaut werden. Dazu kommt, dass Augsburg-Präsident Klaus Hofmann dank seiner internationalen Brandschutz-Firma Minimax in den USA bestens vernetzt ist.

Keine Bayern-Beteiligung

An Gerüchten, die Bayern haben wie einst bei Serge Gnabry ihre Finger im Spiel und sich einen späteren Zugriff gesichert, ist wohl nicht dran. Laut ‚Bild‘-Chefreporter Tobias Altschäffl hat der Rekordmeister „keine Beteiligung“ am Transfer. Der FCA kann sich den Coup tatsächlich selbst auf die Fahne schreiben und sich über ein Talent freuen, das über riesiges Entwicklungspotenzial verfügt, aber dennoch direkt helfen wird.

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