„Der ultimative Profi“: Liegt Girouds Zukunft doch bei Chelsea?

Torjäger Olivier Giroud überzeugte in der Champions League am gestrigen Mittwochabend auf ganzer Linie. Der eigentlich angepeilte Wintertransfer könnte nun verworfen werden.

Olivier Giroud traf viermal gegen den FC Sevilla
Olivier Giroud traf viermal gegen den FC Sevilla ©Maxppp

Mit seinem Viererpack beim 4:0-Auswärtserfolg beim FC Sevilla am gestrigen Champions League-Abend hat Olivier Giroud sein Standing beim FC Chelsea wieder aufgewertet. „Er ist der ultimative Profi und ich denke, das war er schon seine ganze Karriere“, sagte Trainer Frank Lampard zum Auftritt seines französischen Mittelstürmers. Vor allem dank der fantastischen Leistung des 34-Jährigen sicherten sich die Blues die Tabellenspitze in der Gruppe E.

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In Lampards Augen war es „eine beeindruckende Leistung von Oli, vier Tore auf diesem Niveau, gegen einen wirklich guten Gegner zu erzielen.“ Beachtet man, dass Giroud per Elfmeter, per Kopfball, sowie per Links- und Rechtschuss traf, kann man Lampards Bewertung nur zustimmen.

Denkt Chelsea um?

Erst vor zwei Wochen sprach Giroud-Brater Michael Manuello mit unserer französischen Partnerredaktion Foot Mercato über einen möglichen Wechsel im Januar. Vor allem Girouds Platz in der Rangordnung hinter Tammy Abraham und Neuzugang Timo Werner ließ Zweifel an einer Zukunft in London aufkommen.

Bei Lampard und Chelsea könnte nach dem gestrigen Viererpack allmählich ein Umdenken stattfinden. Um dem Stürmer einen Verbleib schmackhaft zu machen, müssen aber weitere Einsatzzeiten her. In dieser Saison kommt Giroud wettbewerbsübergreifend lediglich auf zwei Starteinsätze und insgesamt 273 Spielminuten, allerdings auch auf sechs Treffer in zehn Einsätzen.

„Ein tolles Vorbild“

Lampard kann sich in der Aufstellung Girouds bestätigt fühlen. Im Gespräch mit den Journalisten verwies er auf dessen „Zahlen für Frankreich und in der Champions League“ Der Chelsea-Coach betonte zudem, der 105-fache Nationalspieler sei „als Spieler sehr positiv, wie er trainiert, wie er die Mitspieler beeinflusst, ob er von Beginn an spielt oder nicht“.

In der Rolle des Führungsspielers hat Giroud einen enormen Wert für die junge Chelsea-Mannschaft. „Er ist ein tolles Vorbild für die jungen Spieler im Team, wenn sie nicht immer spielen, was in einem Kader mit über 20 Spielern natürlich vorkommt“, so Lampard.

Am Wochenende trifft der Klub aus dem Südwesten Londons auf Leeds United. Die ersten Optionen für einen Einsatz im Sturm sind dann wieder Werner und Abraham – auch wenn es Lampard nach dem Gala-Abend von Sevilla schwerfallen dürfte, auf Giroud zu verzichten. Allein schon, um einen Abschied im Winter nicht zu forcieren.

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