Sancho-Wechsel: Einigung über Sockelablöse?

Jude Bellingham und Thomas Meunier sind bei Borussia Dortmund neu dazugestoßen. Ob weitere Transfer folgen, ist auch davon abhängig, ob Jadon Sancho bleibt. Laut englischen Medien verdichten sich die Anzeichen für einen Abschied. Manager Michael Zorc spricht über die Kaderplanungen beim BVB.

Michael Zorc ist Sportlicher Leiter beim BVB
Michael Zorc ist Sportlicher Leiter beim BVB ©Maxppp

Die Konditionen für einen Verkauf von Jadon Sancho sind klar abgesteckt: 120 Millionen Euro Ablöse fordert der BVB, eine Entscheidung soll bis zum Start des Trainingslagers in Bad Ragaz fallen, das am 10. August startet.

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Laut einem Bericht des ‚Independent‘ rückt eine Einigung zwischen Borussia Dortmund Manchester United näher. Gespräche fänden zwar nach wie vor nur zwischen Unterhändlern statt, grundsätzliche Rahmenbedingungen seien aber schon festgelegt worden. Dortmund sei bereit, zunächst eine Sockelablöse von 66 Millionen Euro zu akzeptieren.

Samt Bonuszahlungen könne die Summe zu einem späteren Zeitpunkt auf über 110 Millionen steigen. Im Corona-Sommer ein durchaus denkbares Konstrukt. Und: Der BVB drängt auf eine schnelle Entscheidung, heißt es, man wolle eine Transfer-Saga verhindern.

„Handlungsbedarf“ bei Wechsel

In einer Medienrunde hat sich Michael Zorc zu den Wechselgerüchten um Sancho geäußert – vor Erscheinen der ‚Independent‘-Meldung. „Ich wäre froh, wenn er diese Saison noch bei uns spielen würde. Und aktuell ist das ja auch der Stand der Dinge“, zitieren die ‚Ruhr Nachrichten‘ den Sportdirektor von Borussia Dortmund. Wechselt der 20-Jährige, besteht laut Zorc „Handlungsbedarf“.

40 Scorerpunkte (20 Tore, 20 Assists) in 44 Pflichtspielen haben Sancho noch einmal begehrter als ohnehin schon gemacht. Zorc schwärmt: „Jadon ist ein überragender Fußballer mit einer Quote, wie ich sie in diesem Alter noch nicht gesehen habe. Ich glaube, er würde sogar einem Vergleich zu den größten der Branche standhalten, wenn man es auf das jeweilige Alter bezieht.“

Kein Haaland-Backup?

Ähnlich begehrt, aber für diesen Sommer kaum zu haben ist Torjäger Erling Haaland. Einen Backup für den 20-jährigen Mittelstürmer sieht Zorc nicht als zwingend notwendig: „Wir glauben, dass wir eine gute Kadergröße haben. Wir haben zum Teil auch das System umgestellt, sodass auch andere Spieler als Erling Haaland in der Spitze agieren können. Wir sehen uns da durchaus okay aufgestellt.“

Noch keine Gespräche mit Favre

Offen war lange auch die Personalie von Cheftrainer Lucien Favre, ehe Ende Juni der Verbleib des 62-jährigen Schweizers verkündet wurde. Favres Vertrag läuft bis 2021, Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung haben noch nicht stattgefunden: „Erst einmal müssen wir uns an die Fakten halten – und die sind so, dass wir noch einen Vertrag mit ihm haben.“

Zorc weiter: „Wir haben ein gewachsenes Vertrauensverhältnis. Und wir haben beide festgestellt, dass wir die Notwendigkeit einer Vertragsverlängerung aktuell nicht sehen. Jetzt gehen wir erst einmal in die neue Spielzeit. Und dann wollen wir sehen, dass wir so erfolgreich wie möglich sind.“

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