Pepis Neustart in Groningen: Der Zug fährt wieder

von Georg Kreul
2 min.
Ricardo Pepi hält einen Ball hoch @Maxppp

Ricardo Pepi wurde mit rund 16 Millionen Euro Ablöse im Januar Rekordtransfer des FC Augsburg. Doch der US-Nationalspieler enttäuschte in seinen ersten Monaten in der Bundesliga. In der Niederlande hat der junge Stürmer seinen Rhythmus wiedergefunden.

Ricardo Pepi hat mit seinen 19 Jahren schon einige bewegte Jahre hinter sich. Im zarten Alter von 16 Jahren betrat der Youngster erstmals die Bühne der Major League Soccer – zwei Jahre später zählte der Mittelstürmer zu den torgefährlichsten Angreifern des Landes und debütierte für die US-Nationalmannschaft. El Tren (spanisch für „der Zug“, Anm. d. Red.), wie Pepis Spitzname lautet, schien unaufhörlich in nur eine Richtung zu fahren: Nach oben.

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Dementsprechend groß war das mediale Interesse an Pepis Wechsel zum FC Augsburg. Ausnahmsweise war es der FCA, der die Schlagzeilen schrieb, als die Fuggerstädter im Januar dieses Jahres die Verpflichtung des Sturmtalents für rund 16 Millionen Euro verkündeten. Eine für den in der Regel sehr bedächtig agierenden Bundesligisten unübliche Summe.

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582 Minuten ohne Treffer

Zu Pepis und Augsburgs Leidwesen konnten die Erwartungen des Transfers beidseitig nicht erfüllt werden. Nicht eine Torbeteiligung gelang dem Angreifer in elf Rückrundenspielen. Nur viermal konnte sich Pepi für einen Startelfeinsatz unter Markus Weinzierl empfehlen.

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Auch unter dessen Nachfolger Enrico Maaßen hielt nach vier torlosen Bundesligaspielen zum Start der 2022/23-Saison der Negativtrend an. Der FCA die zog die Reißleine und veranlasste noch vor Transferschluss eine Leihe. Pepi sollte in der Eredivisie beim FC Groningen reifen und Selbstvertrauen tanken.

Endlich wieder Tore

Nach wenigen Wochen in Groningen ist der Hype-Train nach langer Zeit mal wieder aus dem Bahnhof gefahren. Anders als in Augsburg genießt der 1,85 Meter große Rechtsfuß das Vertrauen und durfte in vier von vier Partien von Beginn an ran. Pepi dankte es bisher mit vier Treffern und einem Assist. Kurz gesagt: In Groningen scheint der US-Amerikaner seinen Groove wiedergefunden zu haben.

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„Ich habe das Gefühl, dass ich alles Selbstvertrauen der Welt habe“, sagte Pepi vergangene Woche nach der Partie gegen den RKC Waalwijk, die Groningen trotz seines Doppelpacks mit 2:3 verlor. „Ich habe das Gefühl, dass ich mit meiner individuellen Leistung Tore schieße und mich gut fühle. Es fühlt sich großartig an. Die Unterstützung der Fans, ich mag die Stadt sehr. Die Mannschaft und der Verein unterstützen mich wirklich.“

In Augsburg wird es die Verantwortlichen freuen, dass Pepi der Umweg über die Eredivisie sichtlich guttut. Mit seinen Leistungen will sich der US-Amerikaner für die Weltmeisterschaft in Katar empfehlen – aber vor allem auch eine Zukunft im europäischen Klubfußball sichern. Das gelingt Pepi derzeit auf ganzer Linie.

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